Eine Gruppe Jugendlicher beschäftigt derzeit Polizei und ÖBB im Raum St. Pölten. Auslöser ist nicht nur ein mutmaßlicher Angriff auf einen Bahnmitarbeiter, sondern auch eine bedrohliche Nachricht, die an einem Bahnhof hinterlassen wurde.
Am Bahnhof Kreisbach bei Wilhelmsburg wurde laut "Kronen Zeitung" folgende Drohung entdeckt: "Kontrolliert weiter Tickets und ihr seid Tot! ihr wisst Opi Kontrolleur hat 10-15 Schläge bekommen." (sic!)
Hinter der Nachricht soll laut Bericht eine rund zehnköpfige Gruppe von Burschen und Mädchen stehen, die sich selbst "Straßenbande 187" nennt.
Bereits Anfang Mai soll es in einem Zug zwischen Wilhelmsburg und St. Pölten zu einem Vorfall gekommen sein. Vier Mitglieder der Gruppe stehen im Verdacht, einen Zugbegleiter attackiert zu haben, berichtet die Tageszeitung.
Ein 15-Jähriger soll dem Mitarbeiter mehrfach ins Gesicht geschlagen haben, nachdem die Jugendlichen keinen gültigen Fahrschein vorweisen konnten. Nach dem Vorfall wurde die Drohbotschaft mit schwarzem Stift am Bahnhof hinterlassen.
Laut Informationen der "Krone" sollen die Jugendlichen regelmäßig zwischen St. Pölten und Wilhelmsburg unterwegs sein. Dabei sollen sie immer wieder ohne gültiges Ticket oder mit falschen Ausweisen fahren.
Bei einer Kontrolle wurde einer der Burschen zudem mit einem Messer angetroffen. Mehrere Mitglieder der Gruppe sollen bereits zuvor mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein. Dabei geht es unter anderem um Sachbeschädigungen und Körperverletzungen.
ÖBB und Polizei haben laut "Kronen Zeitung" inzwischen die Kontrollen an den Bahnhöfen verstärkt. Derzeit könne nicht ausgeschlossen werden, dass es bei Fahrscheinkontrollen auch künftig zu zumindest verbalen Angriffen kommt.
Gegen die Jugendlichen wurde Anzeige erstattet. Die Ermittlungen laufen wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und gefährlicher Drohung.