Neue Wendung um Kriminalfall

Einbetonierte Frau: "Sohn sagte, sie lebt im Heim"

Nach dem Fund der eingemauerten Frauenleiche in Münchendorf fällt eine Aussage auf: Ihr Sohn hätte Nachbarn erzählt, die Frau würde im Heim leben.
Victoria Carina  Frühwirth
05.06.2026, 14:42
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Der Fall der einbetonierten Frauenleiche von Münchendorf (Bezirk Mödling) gibt weiter Rätsel auf. Am 28. Mai war in einem Haus im Bezirk Mödling eine tote Frau in einer Wand entdeckt worden. Es dürfte sich um eine Pensionistin handeln, die bald 100 Jahre alt geworden wäre – "Heute" berichtete.

Frau wurde im Kellerabgang einbetoniert

Zur Tür-Notöffnung Ende Mai kam es erst, nachdem ein Angehöriger der Frau zum bevorstehenden 100. Geburtstag gratulieren wollte. Weil niemand die Tür öffnete, wurde die Polizei kontaktiert.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Spürhunde sollen im Münchendorfer Wohnhaus schließlich die einbetonierte, stark verweste Leiche der Frau hinter der Mauer des Kellerabgangs gefunden haben. Aufgrund der Auffindesituation wird vermutet, die Pensionistin könnte schon seit Jahren tot sein. Eine Obduktion soll jetzt die Todesursache ermitteln.

Sohn pflegte Garten vor Horror-Haus

Nun gibt es neue Details dazu, warum offenbar über Jahre niemand Verdacht schöpfte. Laut einem Nachbarn soll immer wieder der Sohn der Frau beim Haus gewesen sein. Er habe den Garten gepflegt und den Rasen gemäht, zitiert ihn die "Bild". Dadurch wirkte das Grundstück nach außen weiter betreut. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

Auffällig ist aber eine Aussage, die der Nachbar laut "Bild" machte: "Ich habe sie vor sechs Jahren zum letzten Mal gesehen. Ihr Sohn kam immer ein- bis zweimal im Monat vorbei und hat den Rasen gemäht." Besonders brisant: "Er erzählte, dass sie im Pflegeheim in Wien lebt."

Frau war im Ort zweitgemeldet

Genau dieser Satz könnte nun für die Ermittler wichtig werden. Denn wenn Nachbarn davon ausgingen, dass die betagte Frau in einem Heim in Wien betreut wird, könnte das erklären, warum ihr langes Verschwinden im Ort nicht sofort auffiel.

Die Frau soll ihren Hauptwohnsitz in Wien gehabt haben. In Münchendorf war sie demnach nur mit Zweitwohnsitz angemeldet. Für die kleine Gemeinde war sie also nicht ständig präsent. Auch die Bürgermeisterin, Doris Kirstorfer, kannte sie nicht persönlich. Im "Heute"-Gespräch zeigt sie sich dennoch betroffen: "Es ist bedauerlich. So ein Fund ist nichts Alltägliches."

Polizei hofft auf Infos durch den Sohn

Der Sohn soll laut Dorftratsch schon vor einiger Zeit aus Münchendorf weggezogen sein und nun womöglich im Ausland leben. "Ihr Sohn hat früher im Ort sehr zurückgezogen gelebt", heißt es beim örtlichen Wirtshaus.

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Jener Nachbar will den Sohn der einbetonierten Frau seit rund zwei Wochen nicht mehr gesehen haben, heißt es in der "Bild". Die Polizei soll ihn nun im Ausland suchen, heißt es laut Medienberichten. Er könnte eine zentrale Auskunftsperson sein. Durch ein Gespräch mit dem Sohn der Verstorbenen erhoffen sich die Ermittler neue Informationen zum Leben der Frau und zu den letzten Jahren vor dem Fund.

Ermittlungen zu Sozialbetrug

Unklar ist weiterhin, wann und wodurch die Frau starb und wer die Pensionistin in die Mauer einbetoniert hatte. Es wird in alle Richtungen ermittelt, gleichzeitig gibt es den Verdacht auf Sozialleistungsbetrug. Nach dem Tod der Pensionistin könnte der Tod verheimlicht worden sein, um weiterhin ihre Pension und weitere mögliche Sozialleistungen wie Pflegegeld beziehen zu können.

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