Die Betreiber von "Unilad" standen am Freitag kurz vor dem Herzinfarkt: Ohne jede Vorwarnung löschte Facebook die Seite mit 34 Millionen Fans.
Begründung: Angebliche Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen - eine konkretere Auskunft gab das soziale Netzwerk nicht. Gerüchten zufolge hat ein Beitrag über den Tod des 21-jährigen Rappers "Lil Peep" eine Rolle gespielt.
Unilad ist ein Unternehmen, das viralen Content einkauft und generiert. Auf Facebook sammeln die Videos und Artikel dann jedes Monat Milliarden Views und lassen die Kasse klingeln.
Umso größer der Schock, als die Seite am Freitag Vormittag spurlos verschwand. Unilad hat zwar auch eine herkömmliche Webseite, ist zur Verbreitung der Inhalte aber auf das soziale Netzwerk angewiesen, wo enorme Reichweiten erzielt werden.
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Erst nach Stunden gab es Entwarnung: Facebook legte den Schalter um und stellte die Unilad-Seite kommentarlos wieder online.
Mehr als zwei Milliarden Menschen surfen weltweit im Mark Zuckerberg-Universum - wegen dieser enormen Anzahl verlässt man sich bei Verstößen gegen Richtlinien in der Regel auf Automatismen, die unerwünschte Inhalte melden und sperren.
Es kommt nicht selten vor, dass Konten ohne ersichtlichen Grund in die ewigen Jagdgründe geschickt werden. Dass offensichtlich auch eine Seite mit mehr als 34 Millionen Fans in diese Falle tappen kann, sorgte in der Branche für lange Gesichter. Die meisten Medienhäuser profitieren mittlerweile erheblich von Zugriffen aus sozialen Netzwerken. Nun zeigte Facebook einmal mehr, dass es die Macht hat, den Strom an Lesern nach Belieben abzudrehen.
(red)