So "Rare" klingt das neue Album von Selena Gomez

Die texanische Sängerin veröffentlicht am 10.1. ihr neues Album "Rare". Wir haben schon mal reingehört.
Ende Oktober hat Selena Gomez ihre Fans in Verzückung versetzt, als sie kurz hintereinander die beiden Songs "Lose You To Love You" und "Look At Her Now" veröffentlichte. Kurze Zeit später kündigte sie an, am 10. Jänner 2020 ihr neues Album "Rare" zu releasen. Fast fünf Jahre sind seit dem letzten Platte "Revival" vergangen. Jetzt ist es endlich so weit und die 27-Jährige lässt ihre neue Musik hören.



Gleichzeitig mit dem Album wird auch der Titeltrack "Rare" als mittlerweile dritte Single veröffentlicht. Die ruhige Popnummer, auch der Opener der Platte, wird von einem knarrend-warmen Bass und einem leichtfüßigen Rhythmus dominiert, bei dem man einfach mitwippen muss.



Mit "Dance Again" folgt eine flotte Electro-Funk-Nummer. Da ist der Name Programm und es wird sofort versucht, diverse Muskelpartien zur Bewegung zu animieren.

"Look At Her Now" und "Lose You To Love Me", die beiden Singles, die Selena Gomez Mitte Oktober schon im Herbst 2019 veröffentlicht hat, besetzten Platz 3 und 4 der Tracklist von "Rare".



CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Speziell die zerbrechliche Ballade "Lose You To Love Me" ist eines der Lieder, die das neue Album so persönlich und intim machen. "Dieser Song ist von vielen Dingen inspiriert, die in meinem Leben seit meinem letzten Album passiert sind", sagt die Künstlerin über "Lose You To Love You". Und tatsächlich, in den letzten fünf Jahren gab es im Privatleben von Selena zahlreiche Tiefen zu überstehen.



Allen voran die Nierentransplantation, die ihre Lupus-Erkrankung im Herbst 2017 nötig machte. Auch in der Liebe wollte es für sie nicht wirklich klappen. Auf die nur 10 Monate dauernde Beziehung mit The Weekend folgte ein Liebes-Comeback mit Justin Bieber, das ebenfalls nur kurz anhielt. Diese privaten Rückschläge haben sich allerdings positiv auf das Berufsleben in Form von qualitativ hochwertiger Musik ausgewirkt.



Nach dem leicht latino-angehauchten "Ring" darf man mit "Vulnerable" ein weiteres Highlight auf "Rare" hören. Auf der ruhigen Electro-Ballade wird Gomez inhaltlich erneut absolut persönlich und zeigt sich, wie der Titel schon sagt, "verletzlich".

"People You Know" und vor allem "Let Me Get Me" bestätigen, dass das Phänomen Billie Eilish auch an Selena Gomez nicht ganz spurlos vorbeigegangen ist. Fast schon hypnotisch gibt es bei ersterem ein bisschen Autotune und Vocoder auf die Stimme, ohne aber aufgesetzt zu wirken. "Let Me Get Me" kommt hektisch-gallopierend aus den Boxen und birgt (subjektiv gesehen) die deutlichsten Referenzen zur Musik von oben genanntem Shootingstar.



Jetzt wird auf hohem Niveau gejammert, aber "Crowded Room" ist die unspektakulärste Nummer auf "Rare" und zerstört den "All Killer, no Filler"-Eindruck, den man sonst vom Album haben könnte.

Das fragil gehauchte "Kinda Crazy" über ein langsam, funkiges Instrumental läutet das letzte Drittel der 13 Tracks ein. Der Minimalismus-Banger "Fun" und das dank des "Youhouhoou"-Gesäusels schwer an Selenas BBF Taylor Swift erinnernde "Cut You Off" (ebenfalls ein Highlight) führen schließlich zum spektakulären Rausschmeißer "A Sweeter Place", auf dem Kid Cudi einen Gastauftritt hat.

Fazit

Selena Gomez hat sich für ihr drittes Studioalbum fünf Jahre Zeit gelassen und das hört man der Platte im positiven Sinn an. Der einstige Teenie-Star wirkt musikalisch gereift und erwachsen, ohne dabei allerdings jugendlichen Esprit und Experimentierfreude vermissen zu lassen. Die 13 Tracks sind abwechslungsreich, frisch und sowohl was das Songwriting als auch die produktionstechnische Umsetzung angeht, qualitativ hoch angesiedelt. Anbiederungen an momentan populäre Stile (wie es zB Ex Justin Bieber mit seinem belanglosen Song 'Yummy' versucht hat) bleiben komplett aus. "Rare" ist ein modernes Pop-Album, das alte Fans von Selena Gomez ebenso glücklich macht, wie es ihr neue einbringen wird und mit dem die Sängerin ihren Status innerhalb der Riege internationaler Pop-Superstars erneuert.

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