Das Weiße Haus fordert von Kiew, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. Doch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellt Bedingungen.
Entweder Russland hört auf, ukrainische Energieanlagen zu beschießen – oder die USA liefern Patriot-Abwehrraketen.
"Wenn wir russische Raffinerien nicht mehr angreifen, dann darf Russland auch unser Energiesystem nicht mehr angreifen", sagte Selenskyj dem US-Sender Fox News. "Eine andere Möglichkeit wäre: Gebt uns Patriot-Raketen."
Wie n-tv.de berichtet, äußerte sich Selenskyj nach "mehreren verschiedenen" Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump und dessen Stab.
"Wir haben klargestellt, dass wir nicht untätig bleiben können, nachdem Russland unsere Energieinfrastruktur angegriffen, unsere Menschen getötet und unsere Strom- und Gasversorgung sowie unsere Raffinerien – kurz: alles – attackiert hat", so der ukrainische Staatschef.
Hinsichtlich seiner Forderung zur Lieferung von Patriot-Raketen machte Selenskyj ein bemerkenswertes Angebot: "Die Finanzierung dafür werden wir sicherstellen, es geht nicht nur um Hilfsgelder." Die Ukraine wäre also bereit, die Abwehrraketen selbst zu bezahlen.
Patriot-Abfangraketen sind für die Ukraine enorm wichtig, um russische Geschosse abzuwehren. Kiew hat bei der Abwehr zunehmend Schwierigkeiten und beklagt seit Wochen schwindende Vorräte.
Zuletzt hatte die US-Regierung am Freitag den Verkauf von 500 Patriot-Abfangraketen an die Ukraine genehmigt. Doch bis die Waffen tatsächlich dort eintreffen, könnten noch Jahre vergehen.