"Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen", so der Appell des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Kreml-Chef Wladimir Putin. Dazu hatte Selenskyj Putin ein Treffen beim G20-Gipfel in Miami im Dezember angeboten.
Der Kreml zeigte sich von diesem Vorschlag wenig begeistert. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow, dass ein Treffen in den USA "unmöglich" sei. Aus der Sicht von Russland strebe man ein Gespräch in der eigenen Hauptstadt an.
Es ist ein Rückschlag in den Friedensbemühungen, die fortgesetzt werden sollen. Laut Selenskyjs Stabschef, Kyrylo Budanow, gehe man von Gesprächen zwischen ukrainischen, russischen und US-Vertretern im Oktober aus. Ein Ort oder ein genaues Datum stehen noch nicht fest.
Seitens des Kreml wurde ebenfalls bestätigt, dass man die Gespräche "in absehbarer Zeit" fortsetzen wolle. Unklar sei, ob dieser Dialog zu etwas führen werde, sagte Peskow im Interview mit "Iswestija".
Unterdessen ging der inzwischen seit über vier Jahren andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine blutig weiter. Bei nächtlichen russischen Angriffen wurden in der Ukraine vier Menschen getötet und zahlreiche verletzt.