"Konkreter Plan"

Trump schickt Friedens-Duo zu Putin und Selenskyj

Steve Witkoff und Jared Kushner sollen am Wochenende in Moskau und Kyjiw über ein Ende des Ukraine-Kriegs sprechen.
Newsdesk Heute
05.09.2026, 12:43
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US-Präsident Donald Trump unternimmt einen neuen diplomatischen Versuch, Bewegung in den festgefahrenen Ukraine-Krieg zu bringen. Seine Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sollen an diesem Wochenende zuerst nach Moskau und danach nach Kyjiw reisen.

Am Samstag ist demnach ein Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin im Kreml geplant. Am Sonntag sollen Witkoff und Kushner in der ukrainischen Hauptstadt mit Präsident Wolodymyr Selenskyj sprechen. Für beide wäre es der erste Besuch in Kyjiw, seit Trump wieder im Amt ist.

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Trump bestätigte den Vorstoß am Freitag vor Journalisten im Oval Office. "Sie bringen einen Plan mit, um den Krieg zu beenden", sagte er. Einzelheiten dazu nannte der US-Präsident nicht. Unklar bleibt damit auch, ob der Plan heikle Punkte wie mögliche Gebietsfragen umfasst.

Die "Berliner Zeitung" ergänzt, dass Trump seinen Vorstoß mit den Worten "Wir haben eine Idee für den Frieden" beschrieben habe. Witkoff und Kushner hatten die Reise laut den vorliegenden Informationen am Donnerstag im Weißen Haus mit Trump besprochen. US-amerikanische und ukrainische Vertreter sollen bereits seit Monaten über einen Besuch in Kyjiw verhandelt haben. In den vergangenen Tagen sei die Reise mehrfach auf der Kippe gestanden, ehe das Wochenende fixiert wurde.

Jared Kushner und Steve Witkoff auf einem Archivbild im Rahmen eines Gipfeltreffens in der Schweiz, 21. Juni 2026.
Urs Flüeler/Pool via REUTERS

Bisher kein Durchbruch

Der neue Anlauf kommt nach einer längeren diplomatischen Flaute. Die von den USA vermittelten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine waren laut Bericht Mitte Februar nach Beginn des Iran-Kriegs ins Stocken geraten. Witkoff und Kushner führten in den vergangenen Monaten zwar getrennte Gespräche mit russischen und ukrainischen Verhandlern, greifbare Fortschritte blieben aber aus.

Zehn Tage vor der nun geplanten Reise war CIA-Direktor John Ratcliffe in Moskau. Dort traf er Vertreter der russischen Geheim- und Sicherheitsdienste. Ausgelotet werden sollte demnach, ob diese Putin zu ernsthaften Friedensverhandlungen bewegen könnten.

Selenskyj bestätigte die geplanten Gespräche auf X. Die Ukraine bereite sich auf den Besuch der US-Gesandten vor. Zugleich erklärte er, sein Land sei bereit, am Samstag keine Luftangriffe gegen Russland zu führen, damit Witkoff und Kushner sicher anreisen könnten. Russland müsse im Gegenzug ebenfalls auf Angriffe verzichten.

"Wir werden sehen, welche Vorschläge Steve und Jared mitbringen und welche Antwort sie in Moskau erhalten", schrieb Selenskyj.

Nach Informationen der "Ukrainska Pravda" sollen mehrere ukrainische Verbände außerdem angewiesen worden sein, vom 5. bis 8. September an der Front vorübergehend das Feuer einzustellen. Eine entsprechende Vereinbarung mit Russland habe es zu diesem Zeitpunkt aber nicht gegeben. Zu Beginn des angekündigten Zeitraums wurde in Kyjiw erneut Luftalarm ausgelöst.

Plant Putin Eskalation?

In der Ukraine ist das Misstrauen gegenüber Putin weiter groß. Ukrainische Regierungsvertreter sollen davon ausgehen, dass Russland nicht auf Entspannung, sondern auf eine Ausweitung des Kriegs zusteuert. Selenskyjs stellvertretender Stabschef Pawlo Palissa erklärte demnach, Putin habe mehrere operative Szenarien für eine Offensive im Norden der Ukraine vorbereiten lassen. Als mögliche Ziele würden dabei besonders die Regionen Kyjiw und Tschernihiw genannt.

Zudem habe Putin mehrere Vorschläge der Trump-Regierung für ein Dreiertreffen mit Trump und Selenskyj abgelehnt. Der Kreml schließt eine Verhandlungslösung zwar nicht grundsätzlich aus. Konkrete Voraussetzungen dafür gebe es derzeit aber nicht, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow laut Interfax.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.09.2026, 12:46, 05.09.2026, 12:43