Laut dem aktuellen "Consumer Check: So kauft Österreich" des Handelsverbands und Thalia nutzen 47 Prozent der Österreicher gerne Selbstbedienungskassen. Besonders groß sind die Unterschiede zwischen den Generationen.
Bei den 18- bis 29-Jährigen setzen bereits 82 Prozent auf Self-Checkout. Bei den Millennials (30 bis 44 Jahre) sind es noch 67 Prozent. Deutlich geringer fällt die Zustimmung bei der Generation X mit 39 Prozent aus, bei Babyboomern und Golden Agern liegt sie sogar nur bei 20 Prozent.
Als größten Vorteil nennen die Befragten die Zeitersparnis. Rund 36 Prozent schätzen, dass sie ihren Einkauf schneller erledigen können. Ein Viertel mag es außerdem, das Tempo selbst bestimmen zu können. Weitere 21 Prozent schätzen den kontaktlosen Bezahlvorgang, während 18 Prozent froh sind, beim Bezahlen mit niemandem sprechen zu müssen.
Am häufigsten kommen Selbstbedienungskassen im Lebensmittelhandel zum Einsatz. Dort nutzt bereits mehr als die Hälfte der Konsumenten die SB-Kassen zumindest gelegentlich, 31 Prozent sogar regelmäßig.
Dahinter folgen Baumärkte (20 Prozent), Drogerien (18 Prozent) sowie Möbelhäuser (15 Prozent). Im Buchhandel, wo Self-Checkout erst nach und nach eingeführt wird, liegt die regelmäßige Nutzung derzeit bei elf Prozent.
Trotz des Trends wünschen sich die meisten Kunden keine vollständige Umstellung. 76 Prozent möchten auch künftig zwischen einer klassischen Kassa und einer Selbstbedienungskassa wählen können.
Vor allem bei größeren Einkäufen oder wenn Beratung gefragt ist, bevorzugen viele weiterhin den persönlichen Kontakt.
Ganz ohne Kritik kommt Self-Checkout nicht aus. 36 Prozent sorgen sich um Arbeitsplätze im Handel. Ein Drittel hält Selbstbedienungskassen bei größeren Einkäufen für unpraktisch, 31 Prozent vermissen bei Problemen rasch verfügbares Personal.
Auch technische Schwierigkeiten oder die eingeschränkte Möglichkeit zur Barzahlung werden häufig genannt.
Regional zeigen sich ebenfalls Unterschiede. Besonders beliebt sind SB-Kassen in Oberösterreich und Salzburg, wo 53 Prozent der Befragten sie regelmäßig oder zumindest häufig nutzen. Dahinter folgen Tirol und Vorarlberg (50 Prozent) sowie Wien (49 Prozent).
Für die Studie wurden Anfang Juli 1.009 Personen in ganz Österreich befragt.