Heiße Nächte werden in Österreich immer häufiger. Nach aktuellen Daten der GeoSphere Austria wurden heuer in den meisten Landeshauptstädten bereits mehr Tropennächte registriert als im langjährigen Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020.
Besonders betroffen ist Wien. An der Messstation Innere Stadt wurden heuer bereits 34 Tropennächte gezählt. Als Tropennacht gilt eine Nacht, in der die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt.
Den bisherigen Höchstwert hält Wien mit 53 Tropennächten aus dem Jahr 2024. Im Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 wurden dort lediglich rund 21 Tropennächte pro Jahr registriert.
Auch in Eisenstadt und Linz wurden heuer bereits deutlich mehr heiße Nächte als im langjährigen Mittel gemessen. In Eisenstadt gab es bisher 17, in Linz 14 Tropennächte. Die jeweiligen Rekorde aus dem Vorjahr wurden allerdings noch nicht erreicht.
In St. Pölten wurden heuer bereits acht Tropennächte registriert – rund viermal so viele wie im Durchschnitt der Vergleichsperiode. Bregenz steht aktuell bei elf Tropennächten und liegt damit nur knapp unter seinem bisherigen Höchstwert. In Klagenfurt wurden bisher acht Tropennächte gezählt, nur eine weniger als im Rekordjahr 2024.
In Innsbruck wurden heuer drei Tropennächte gemessen und damit bereits der bisherige Rekord aus dem Jahr 2010 erreicht.
Auch Salzburg kommt 2026 bislang auf drei Tropennächte. Das wirkt auf den ersten Blick wenig, entspricht aber einer Verzehnfachung gegenüber dem langjährigen Durchschnitt von 0,3 Nächten pro Jahr.
In Graz wurden heuer fünf Tropennächte registriert. Wer den heißen Nächten entkommen möchte, findet laut GeoSphere Austria in Lienz derzeit die besten Bedingungen: Dort wurde heuer bislang keine einzige Tropennacht gemessen.