Timeout

Sender entschuldigt sich für "Ho Lee Fuk"

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:00

Die Fluglinie "Asiana" hat eine US-Behörde und einen Lokalsender verklagt, weil sie falsche Namen ihrer südkoreanischen Unglückspiloten in Umlauf gebracht haben. Nun hat sich der Sender entschuldigt.

Nun hat sich der Sender entschuldigt.

Beim Wettlauf um die schnellste Berichterstattung über das Flugzeugunglück in San Francisco, bei dem drei Mädchen ums Leben gekommen sind, ist dem Lokalsender KTVU ein rassistischer Schnitzer unterlaufen. Auch die Flugaufsichtsbehörde NTSB war involviert. Nun hat sich der Sender entschuldigt.

Der Lokalsender KTVU hatte berichtet, dass der Flieger von Captain "Sum Ting Wong" gesteuert wurde, was wie "Something wrong", etwas ist falsch, klingt. Begleitet wurde der Mann angeblich von den Kollegen "Wi Tu Lo" ("Wir sind zu tief"), "Ho Lee Fuk" ("Heilige Scheiße") und "Bang Ding Ow" (Comicsprache: "Bang, Ding, Au!"). Der TV-Sender weist jedoch alle Schuld von sich: Man habe sich alle Namen von der Behörde bestätigen lassen.

Schon während des Vorlesens der Namen kamen bei der Moderatorin hörbar Zweifel auf. Nach einer kurzen Werbeunterbrechung dann die Korrektur: Die Namen seien offensichtlich falsch. Nun legte der Nachrichtenchef des Sender noch einmal in einer ausführlichen Entschuldigung auf allen Kanälen, von TV bis Twitter, nach.

Asiana hat sowohl den Sender als auch das Amt verklagt, das die Information bestätigt hat. Es handelt sich um die Nationale Behörde für Transportsicherheit NTSB. Die schob die Schuld einem Praktikanten in die Schuhe, der seine Kompetenzen überschritten habe, als er die falschen Namen bestätigte.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen