Anna Wintour beweist aktuell jede Menge Selbstironie – und das ausgerechnet bei einer Figur, die nicht gerade als Kompliment gilt. Denn Miranda Priestley, die eiskalte Modechefin aus "Der Teufel trägt Prada", wird seit jeher mit ihr in Verbindung gebracht: machtbewusst, unnahbar und als Paradebeispiel für toxische Führung beschrieben.
Doch statt sich davon zu distanzieren, geht Wintour in die Offensive und nimmt genau dieses Image jetzt mit einem Augenzwinkern an.
Für die Fortsetzung des Kinohits zeigt sie sich nicht nur Seite an Seite mit Meryl Streep auf dem "Vogue"-Cover, sondern spielt auch in einem humorvollen Clip auf Social Media mit, der im Filmuniversum angesiedelt ist. Darin trifft Streep in ihrer Rolle auf Wintour – und beide rätseln scherzhaft, woher sie sich kennen könnten.
Die Geschichte hinter dem Kultfilm geht auf den Roman von Lauren Weisberger zurück, die einst selbst für Wintour bei der "Vogue" als Assistentin arbeitete und ihre Erfahrungen überspitzt im Buch verarbeitete. Schon 2006 wurde die Verfilmung mit Starbesetzung ein großer Erfolg, und nun steht die Fortsetzung mit den Originaldarstellern in den Startlöchern.
Ob Wintour darin sogar einen kurzen Auftritt hat, wird seit mehreren Monaten zwar gemunkelt, bleibt aber wohl bis zum Kinostart Anfang Mai offen – die Vorfreude heizt sie mit ihrem selbstironischen Auftritt aber schon jetzt kräftig an.