Fan-Wut zu groß! Shaqiri fehlt Liverpool in Belgrad

Am Dienstag trifft Liverpool in der Champions League auf Roter Stern Belgrad. Xherdan Shaqiri fehlt den "Reds". Grund ist seine albanische Abstammung.
Das wird sicher ein hitziges Duell! Am Dienstag (18.55 Uhr) trifft der FC Liverpool in der Champions League auswärts auf Roter Stern Belgrad. Die "Reds" verzichten dabei auf Xherdan Shaqiri – obwohl der Schweizer weder gesperrt noch angeschlagen ist. Grund ist seine albanische Abstammung, wie Coach Jürgen Klopp erklärt.

Shaqiri bleibt zu Hause



"Wir lieben ihn, und er wird noch viel für uns spielen. Aber nicht am Dienstag", stellt Klopp auf der Liverpool-Homepage klar. Begründung: "Wir haben von den Spekulationen und dem Gerede gehört, wie Shaq wohl empfangen wird und auch wenn wir keine Ahnung haben, was passieren wird, wollen wir dahin gehen und uns zu 100 Prozent auf Fussball fokussieren. Und nicht über irgendwelche andere Dinge nachdenken müssen. Das ist alles."

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Am Balkan spielt die Herkunft der Spieler eine nicht geringe Rolle. Nicht nur die Fans hatten im Vorfeld der Partie angekündigt, dass Shaqiri ein heißer Empfang bereitet werden würde. Auch Roter-Stern-Sportchef Zvezdan Terzic meinte: "Persönlich kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Albaner für Roter Stern spielen wird. Roter Stern ist ein serbischer Klub, Partizan war jugoslawisch. Ich glaube, Shaqiri wird unter unglaublichem psychologischem Druck stehen, weil er weiß, wo er hinkommt. Er weiß, dass der Rote Stern ein Symbol für Serbien ist." Nachsatz: "Roter Stern wird alles tun, um Shaqiri das Gefühl zu geben, dass er für den Fussball hier ist und es ist unsere Pflicht, ihn in ungewollten Situationen zu beschützen. Lasst uns gute Gastgeber sein."

Klopp zieht Notbremse



Eine Ansage, die Klopp wohl Sorgen bereitete – und am Ende die Notbremse ziehen ließ. Er meint: "Wir sind der FC Liverpool, ein grosser Klub, ein Fussballteam, aber wir haben darüberhinaus keine Message. Keine politische, absolut nicht. Wir wollen den Fokus auf dem Fussballspiel haben, frei von allem anderen. Wir wollen respektvoll sein und jegliche Ablenkung, die den Fokus von einem 90-Minuten-plus-Wettkampf nehmen, vermeiden." Und was sagt Shaqiri selbst? Er versichert: "Ich wurde schon bei der WM ausgebuht, ich kann damit umgehen, das ist kein Problem." Trotzdem hört er am Dienstag die Champions-League-Hymne nur im Fernsehen. (heute.at)

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