Sport

Sex auf Behinderten-WC wird zur Staatsaffäre

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:22

Aaron Smith hat seine Freundin auf dem Behinderten-WC des Flughafens in Christchurch betrogen. Nun hat sich der neuseeländische Premier eingeschaltet.

Sich nach dem Koitus etwas auszuruhen, ist sicher ganz angenehm. Dies kann jetzt auch Rugby-Profi Aaron Smith tun – wenn auch etwas länger, als ihm lieb sein dürfte. Der Spieler der All Blacks wurde nach einem Schäferstündchen mit einer unbekannten Frau am Flughafen von Christchurch suspendiert. Für sein Intermezzo hatte sich Smith wohlgemerkt eine Behindertentoilette ausgesucht.

Das Ganze hätte für ihn wohl keine Folgen gehabt, hätte sich nicht ein Familienvater per Brief an den "New Zealand Herald" über das Treiben empört. So schrieb der Mann, der mit seinen kleinen Kindern vor Ort war, das Paar sei minutenlang in der Toilette gewesen und der Lärm, der nach aussen drang, habe keinen Zweifel daran gelassen, was sie da drin taten.Das Ganze habe sich an einem Sonntagnachmittag zugetragen, "mit vielen Kindern und Fans rundherum".

Smith entschuldigt sich Zudem habe Smith noch die offizielle Mannschaftskleidung der All Blacks getragen. Diese ist den Fans der Mannschaft heilig. Als Konsequenz wurde der Spieler von einer Länderspielreise vorzeitig nach Hause geschickt. Doch damit nicht genug: Denn der 27-Jährige hat eine Freundin namens Teagan Voykovich.

Der Verband erklärte in einem Statement, Smiths Freundin habe darum gebeten, die Medien sollten doch bitte sie und ihre Familie nicht kontaktieren, während sie versuchten, mit der schwierigen Situation umzugehen.

Smith entschuldigte sich umgehend für seinen Fehltritt: "Ich habe einen riesigen Fehler gemacht. Ich möchte mich bei Teagan, ihrer und meiner Familie entschuldigen. Mein Verhalten war inakzeptabe."

Dass Rugby in Neuseeland viel mehr ist als nur ein Sport, zeigt sich daran, dass sich sogar Premierminister John Key in die Sache eingeschaltet hat. Er meinte: "Es ist klar, dass Smith sich selbst und jene, die ihm nahestehen, enttäuscht hat. Das steht ausser Frage. Er wird über das Geschehene nachdenken müssen."

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