Im September wurden zwei Sexarbeiterinnen in Wien-Floridsdorf Opfer desselben brutalen Täters. Am 12. September gegen 20.30 Uhr betrat ein etwa 1,85 Meter großer Mann das Etablissement, suchte gezielt das Zimmer einer 46-jährigen Chinesin auf und soll sie ohne Vorwarnung angegriffen haben. Laut Polizei habe der Gesuchte die Frau aufs Bett gedrückt, gewürgt und von ihr Geld gefordert.
Doch die Frau kämpfte heftig um ihr Leben. Sie kratzte, trat, schrie – bis der Angreifer die Nerven verlor und die Flucht ergriff. Beute machte er keine.
Nur drei Tage später, am 15. September um 21.45 Uhr, kehrte der selbe Verdächtige zurück – offenbar fest entschlossen, seinen Raub diesmal durchzuziehen. Wieder soll er angegriffen haben, diesmal eine 48-jährige Kollegin der ersten Frau. Er habe sein Opfer erneut gewürgt, geschlagen und schrie laut Polizei immer wieder: "Geld! Geld!", während er versucht haben soll, seine Beute zu erzwingen.
Doch sein Opfer war nicht allein: Die Chinesin (das vorherige Opfer) stürmte herbei, um zu helfen. Gemeinsam gingen die Frauen auf den Räuber los, bewaffnet mit dem, was sie gerade in die Hände bekamen – Patschen. Sie droschen auf den Mann ein, bis er panisch floh. Eine Szene, wie sie selbst erfahrene Ermittler selten erleben.
Der Gesuchte ist etwa 30 bis 35 Jahre alt, rund 1,85 Meter groß und hat kurze, dunkle Haare. Besonders auffällig: Eine markante Narbe zieht sich über die gesamte linke Gesichtshälfte – sie wirkt teilweise dunkelblau verfärbt und ist nicht zu übersehen.
Das Landeskriminalamt Wien bittet um Hinweise. Wer den Mann kennt oder gesehen hat, soll sich dringend bei der Polizei melden.