"Sexuell aggressiver" Delfin belästigt Badegäste

Wer "Nick" sieht, sollte unbedingt Abstand nehmen, warnen Experten.
Wer "Nick" sieht, sollte unbedingt Abstand nehmen, warnen Experten.bdmlr
In Hayle Harbour im Süden Englands wird derzeit vor einem Tümmler gewarnt, der mit Menschen auf Tuchfühlung geht.

Grundsätzlich ist die Freude immer groß, wenn sich ein Delfinblicken lässt. Wenn dieser dann auch noch mit einem spielen möchte, dann sind die meisten Leute ganz aus dem Häuschen. Doch im Fall von "Nick" warnen Experten jetzt eindringlich. Der als Einzelgänger bekannte Tümmlerzeigt ein aggressives Verhalten und schlägt mit der Schwanzflosse nach den Badegästen.

Erst im August tauchte der Delfin zwischen Schwimmern und Sportlern auf Stand-Up-Paddle-Boards in Hayle Harbour im britischen Cornwallauf - als die Situation plötzlich zu eskalieren schien. Auf den Videoaufnahmen ist zu sehen, dass der Meeresbewohner in der großen Menschengruppe keinerlei Scheu zeigte. Er näherte sich den Menschen bis auf wenige Zentimeter. Es machte den Anschein als wolle er spielen.

Sofort das Wasser verlassen

"Nach einer Weile wurde deutlich, dass das Verhalten des Delphins eskalierte und immer unberechenbarer wurde, sodass wir sehr besorgt waren, dass jemand verletzt werden könnte", schildert Dan Jarvis von der Organisation British Divers Marine Life Rescue (BDMLR) den Vorfall gegenüber "The Sun". Den Schwimmern wurde geraten, aus Sicherheitsgründen sofort aus dem Wasser zu kommen. Eine andere Rettungsorganisation habe es dann mit einem Boot geschafft, das Tier aufs offene Meer hinauszulocken.

NaturforscherChris Packham warnt jetzt: "Delfine spielen mit allen möglichen interessanten Dingen, die sie im Wasser finden und dazu können auch Menschen gehören." Weiter erklärte er im Interview mit der Zeitung: "Sie können sexuell aggressiv werden und es besteht die Möglichkeit, dass dieser Delfin sich verliebt und verwirrt wird. (...) Delfine sind immens mächtig und daher gefährlich."

Suche nach Liebe

"Einsame Delfine können dieses Verhalten nutzen, um soziale Bindungen zu knüpfen", sagte auch Katheryn Wise von der Wohltätigkeitsorganisation World Animal Protection. "Es kann noch verstärkt werden, wenn sich der Delfin zunehmend an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt. Es wird dringend empfohlen, einen Sicherheitsabstand einzuhalten." Auch vom Füttern oder gar locken wird - zum Wohl des Tieres und des Menschen - dringend abgeraten.

Zum ersten Mal war "Nick" vor rund einem Jahr vor der Küste Siziliensaufgetaucht.

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