Sicherheits-Abkommen

Mexiko will nach US-Drohungen über Kooperation reden

Nach Trumps Drohung setzt Mexikos Präsidentin Sheinbaum auf engere Sicherheitskooperation, lehnt jedoch eine US-Intervention klar ab.
Newsdesk Heute
09.01.2026, 20:06
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Nach einer Drohung von US-Präsident Donald Trump hat sich Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum für eine engere Zusammenarbeit mit den USA in Sachen Sicherheit ausgesprochen.

Am Freitag meinte Sheinbaum, sie habe ihren Außenminister Juan Ramón de la Fuente gebeten, US-Außenminister Marco Rubio zu kontaktieren und, falls notwendig, auch direkt mit Trump zu reden, um die Zusammenarbeit bei der Sicherheit auf Basis eines bilateralen Abkommens auszubauen.

Trump kündigte am Donnerstag im Fernsehen an, nach Angriffen auf See nun auch an Land gegen mutmaßliche Drogenkartelle vorzugehen. "Wir werden damit beginnen, die Kartelle an Land zu bekämpfen. Die Kartelle beherrschen Mexiko", sagte der US-Präsident. Genauere Details nannte er aber nicht.

US-Intervention wird abgelehnt

Am Samstag vergangener Woche hatte Trump einen Militäreinsatz in Venezuela angeordnet, um Präsident Nicolás Maduro und dessen Frau Cilia Flores festzunehmen. Maduro sitzt mittlerweile in New York in Haft und soll wegen "Drogenterrorismus" vor Gericht gestellt werden.

Seit September haben die USA laut eigenen Angaben mehr als hundert Menschen bei Angriffen auf angebliche Drogenboote im Ostpazifik und in der Karibik getötet. Trump sagte außerdem, die USA hätten eine Anlegestelle für solche Boote in Venezuela angegriffen. Angriffe auf Kartelle in Mexiko wären eine weitere massive Eskalation.

Mexiko hatte im vergangenen Jahr dutzende Drogenbosse an die USA ausgeliefert und die Zusammenarbeit an der Grenze verstärkt. Eine US-Intervention im Kampf gegen die Drogenkartelle in ihrem Land lehnt Sheinbaum aber strikt ab.

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