Wirtschaft

Shopping-Start am Montag: Hier sparst du am meisten

Am Montag darf der Handel seine Türen wieder öffnen - unter Einhaltung strengerer Maßnahmen. Laut Experten ist mit einer Rabattschlacht zu rechnen.
05.02.2021, 07:53

Nachdem der Handel sechs Wochen zusperren musste, geht es ab Montag mit dem Shoppen wieder los - mit strengeren Maßnahmen. Wie bereits berichtet, herrschen 2-Meter-Abstandsregeln und eine FFP2-Maskenpflicht. Zudem darf sich pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche nur ein Kunde im Geschäft aufhalten.

WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik und Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will rechnen mit teilweise "massiven Rabatten", berichtet die "APA". Viele Händler beklagten bereits, dass sich die (Winter-) Ware in den Geschäften stapelt, neue Ware aber weiter geliefert werde. Nun muss hier Platz für neue Saisonware geschaffen werden. 

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 Daher wird besonders im Mode-, Schuh- und Sportartikelhandel eine Rabattschlacht erwartet.

Das ist laut Daten der Statistik Austria immerhin jener Bereich des Handels, der im Corona-Jahr 2020 mit am meisten gelitten hat. Im Bekleidungs- und Schuhhandel schlug die Corona-Krise mit realen Umsatzrückgängen von durchschnittlich mehr als einem Fünftel (22,4 Prozent) besonders hart zu.(Mehr dazu hier >>

"Ohne Rabatte wird's nicht gehen"

Wie auch schon im "Heute"-Gespräch, sagte Trefelik Rabatte vor allem in Mode- und Elektrogeschäften voraus. "Die Lager sind übervoll, die Saison fast vorbei – ohne Rabatte wird es in diesen Bereichen nicht gehen." Er schilderte, dass unter anderem der Modebereich in Ware untergehe. Viele Händler müssten daher nun Teile ihres Sortiments nach dem Wochen andauernden Lockdown mit hohen Rabatten abverkaufen, um wieder Geld in die Kassen zu spülen. 

„"Da braucht sich keiner aufregen, dass wir mit Rabatten arbeiten."“

Umsatzverluste durch Einschränkungen

Trotz der Öffnung rechnet Handelsverband-Geschäftsführer Will allerdings mit Verlusten. Zwar erwarte er hohe Preisnachlässe, doch wegen der Hygienemaßnahmen-bedingten geringeren Kundenfrequenzen würden dem Handel ab kommender Woche noch zwischen 250 und 300 Millionen Euro Umsatz pro Woche verloren gehen.

Außerdem zeigte sich Will aufgrund der sich in Österreich ausbreitenden Mutation besorgt:

 "Wenn wir nach kurzer Zeit wieder schließen müssten, dann wäre es eine doppelte Katastrophe", so Will.

Wie sieht es bezüglich der befürchteten Insolvenzwellen aus? Ob und wie groß eine mögliche Pleitewelle ausfallen könnte, lässt sich zur Zeit noch schwer beantworten, so Handelsexperte der KMU Forschung Austria, Wolfgang Ziniel. Vor der Krise habe rund ein Drittel der Händler einen Verlust verzeichnet, was nun natürlich deutlich steigen werde, erläuterte Ziniel: "Entwicklungen, die vor Corona begonnen haben, werden sich nun ganz besonders zuspitzen."