Erst geht es um das Kind selbst und darum, wie es den Schulweg sicher lernt.
Mehr als die Hälfte der Kinder in Österreich geht zu Fuß in die Volksschule (die meisten brauchen dafür 15 Minuten oder weniger). Ein Viertel der Schulkinder absolviert den Schulweg allein, die anderen werden dabei von Erwachsenen oder anderen Kindern begleitet.
Vor allem in der ersten Klasse sollten Eltern ihre Kinder am Schulweg so viele Tage wie nötig begleiten und in Ruhe erklären, worauf diese besonders achten müssen.
Damit Kinder diesen Weg später selbstständig bewältigen können, braucht es aber auch sichere Wege und eine entsprechende Umgebung.
Im Vorjahr gab es in ganz Österreich 537 Verkehrsunfälle auf dem Schulweg. Die meisten Unfälle mit Verletzungen pro 100.000 Schüler gab es in Kärnten (68). Am wenigsten Unfälle passierten im Burgenland (20), gefolgt von Wien (30) und Niederösterreich (40).
Zusätzlich sorgen konkrete Maßnahmen rund um die Schulen dafür, dass Kinder möglichst sicher ans Ziel kommen.
Das aktuelle Praxismagazin des Österreichischen Integrationsfonds in Kooperation mit dem ÖAMTC widmet sich der Verkehrserziehung im Vor- und Volksschulalter. Info: sprachportal.at/deutsch-fuer-kinder/magazin
An mehr als 20 Standorten in Wien gilt an Schultagen jeweils 30 Minuten vor Unterrichtsstart und bei manchen Schulen auch nach Unterrichtsende ein allgemeines Fahrverbot für Kfz. Die Effekte dieser "Schulstraßen": Es gibt weniger des für alle im Schulumfeld gefährlichen Zubringerverkehrs („Elterntaxi“), und Kinder bestreiten den Schulweg daher in größerem Ausmaß und öfter zu Fuß, mit Öffis, Rad oder Roller.