Österreichs Ski-Damen kassierten in der Olympia-Abfahrt von Pyeongchang das zweitschlechteste Ergebnis aller Zeiten. Trotzdem sieht sie auch Positives.
Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt: Nur ein Mal waren Österreichs Abfahrts-Damen bei Olympischen Spielen schlechter. 1994 war Veronika Stallmaier als beste rot-weiß-rote Läuferin nicht über Rang 14 hinaus gekommen.
Beste ÖSV-Läuferin in Südkorea war Ramona Siebenhofer. Mit 1,76 Sekunden Rückstand auf Rang zehn. Dabei waren die Hoffnungen auf den Schultern der Steirerin gelegen, die im Abschlusstraining Bestzeit fuhr. "Oben hab ich einen blöden Schlag bekommen, unten war es auch nicht das Gelbe vom Ei", analysierte Siebenhofer im ORF.
Trotzdem war die 26-Jährige zufrieden, nahm das Olympische Motto sehr wörtlich. "Ich hab es auch genossen. Es ist auch schon eine große Leistung, für Österreich an den Start zu gehen." Die Steirerin hatte eine unruhige Nacht. Die Mitfavoritenrolle passte ihr gar nicht. "Mein Herz hat geschlagen bis in die kleinste Zehe."
Nicole Schmidhofer büßte nach einem starken Starthang viel Zeit ein. "Vielleicht war ich zu verkrampft. Aber für mein Gefühl hab ich es gut getroffen." Die WM-Silberne Stephanie Venier kam nicht ins Ziel. "Ich hab zu viel Risiko genommen. Aber: That's Life." (wem)