Der Meisterkampf in der Bundesliga spitzt sich zu – und wird nun von einer strittigen Szene zusätzlich befeuert. Nach dem 0:0 im Steirer Derby zwischen Sturm Graz und Hartberg sorgt vor allem ein aberkanntes Tor der Gäste für heftige Diskussionen.
Aufhänger ist eine Szene aus der 72. Minute, die das Spiel und möglicherweise auch den Titelkampf beeinflussen könnte.
Nach einem Eckball stieg Hartbergs Konstantin Schopp hoch und köpfte zur vermeintlichen Führung ein. Doch Schiedsrichter Isa Simsek pfiff – Foulspiel. Schopp soll Jeyland Mitchell zuvor leicht geschubst haben.
Für Hartberg ist die Sache klar. Kapitän Jürgen Heil fand nach dem Spiel deutliche Worte: "Wir haben uns das in der Kabine noch einmal angeschaut und ich weiß bis jetzt nicht, wie man da ein Foul geben kann. Für mich ist das wieder einmal eine Skandalentscheidung."
Und weiter: "Wir müssen es eh akzeptieren. Aber am Montag wird sicher wieder eine VAR-Aussendung kommen und da werden sie sagen, dass alles korrekt war…"
Auch Trainer Manfred Schmid ließ keinen Zweifel an seiner Sicht: "Da gibt es keine zwei Meinungen, das ist ein ganz klares Tor."
Sturm bleibt Tabellenführer, liegt sechs Runden vor Schluss zwei Punkte vor dem LASK. Brisant: In den kommenden zwei Runden kommt es gleich doppelt zum direkten Duell zwischen Sturm und dem LASK. Rapid liegt fünf Punkte hinter dem Leader, könnte zum lachenden Dritten werden. Salzburg und die Austria sind mit je sechs Zählern Rückstand ebenfalls noch im Rennen.
Bei Punktegleichheit hätten die Linzer, Rapid und Salzburg durch das "Sternchen" die Nase gegenüber Sturm vorn. Ihre Punkte wurden bei der Teilung nach dem Grunddurchgang abgerundet.
Im Krimi um den Titel zählt jeder Punkt. Nach dem Dafürhalten von Hartberg hat Sturm einen davon zu viel auf dem Konto, die Oststeirer zwei zu wenig. Sie hätten den Abstand auf die Spitze auf sechs Zähler verkürzen können.
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