Skandal-Profi erklärt sein Corona-Kabinenvideo

Die deutsche Bundesliga arbeitet mit Hochdruck daran, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Doch Hertha-Profi Salomon Kalou postete ein Video, das allen Corona-Regeln widerspricht. Jetzt rudert er zurück.
Auf Facebook zeigte Kalou ein Video aus der Hertha-Kabine. Da klatschte er mit seinen Teamkollegen ab, hielt den Mindestabstand nicht ein und zeigte ungewollt auch Fehler der Team-Mitarbeiter auf. Er veröffentlichte den Clip trotz der Aufforderung des Physios, das Video zu löschen. Konsequenz: Kalou wurde sofort suspendiert.

"Ich möchte mich an der Stelle aufrichtig entschuldigen: Es war ein großer Fehler. Die Menschen, die mich kennen, wissen, dass ich alle respektiere und niemanden in Schwierigkeiten bringen wollte", erklärt der 34-Jährige nun.

Seine Teamkollegen seien nicht sauer: "Ich habe mich bei ihnen entschuldigt. Sie alle haben die Entschuldigung angenommen." Kalou betont, eigentlich ein Verfechter von Hygieneregeln zu sein: "Das Video war auf keinen Fall eine Form von Absicht und auch nicht inszeniert. Ich habe eine Stiftung. Ich arbeite mein halbes Leben für Gesundheitsthemen. Ich habe höchste Achtung vor jedem Menschen."

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Obwohl die Corona-Regeln missachtet wurden, hätte Kalou niemandem einer Gefahr ausgesetzt: "Ich habe ein Facebook-Live-Video im falschen Moment gedreht – in einer Kabine, in der alle Menschen negativ getestet waren."

Seine Schuld sieht Kalou trotzdem ein: "Ich suche die Schuld nicht bei anderen. Ich blicke in den Spiegel." Seine Tage in der deutschen Bundesliga dürften gezählt sein. Der Vertrag bei Hertha läuft im Sommer aus. Eine Empfehlung für eine Verlängerung oder ein Engagement bei anderen Klubs war das Video nicht.







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