Derzeit ist noch kein Ende der Corona-Probleme absehbar. Das hat auch Auswirkungen auf Österreichs Ski-Asse, obwohl die kommende Saison noch fern scheint. So ist zum Beispiel fraglich, ob die für August geplanten Trainings in Südamerika stattfinden können.
Kitzbühel-Abfahrtssieger Matthias Mayer meint dazu im "Krone"-Interview: "Die Prognosen sind nicht sehr positiv, was das Übersee-Training in Chile und Argentinien angeht. Es wäre natürlich gut, dort zu trainieren. Wir müssen alles probieren, dass wir das Training vielleicht in Österreich über die Bühne bringen."
Fraglich ist auch, ob der Saison-Auftakt im Oktober in Sölden bereits wieder vor Publikum durchgeführt werden kann. Mayer nimmt das Thema "Geisterrennen" mit Humor. "Wenn ich zum Beispiel an Lake Louise denke, wo wir jedes Jahr vor 130 Zuschauern fahren, ist das eh schon ein halbes Geisterrennen."
Mayer kann jedenfalls auf die erfolgreichste Saison seiner Karriere zurückblicken. Er triumphierte bei der Abfahrt in Kitzbühel, verpasste die Super-G-Kristallkugel nur knapp. "Die letzten zwei Super-Gs sind ja gestrichen worden", resümiert Mayer. "Wir waren in einer guten Ausgangsposition, es war am Ende eine enge Entscheidung um die Kugel." Nachsatz: "Ich hätte die Gams wahrscheinlich nicht gegen eine Kristallkugel getauscht."