Saison-Aus, kein Olympia

Ski-Legende hatte bei Hirscher eine Vorahnung

Marcel Hirscher sorgte am Freitag für einen Ski-Paukenschlag. Er brach seine Saison ab. Mit Aksel Lund Svindal hatte eine Ski-Legende eine Vorahnung.
Sport Heute
09.01.2026, 14:19
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"In Wahrheit ist es so: Es geht sich nicht aus. Das Tempo, das ich gehen kann, ist nicht weltcupwürdig. Es gibt heuer keine Weltcuprennen und auch keine Olympischen Spiele für mich" – mit diesen Sätzen in einem Instagram-Video sorgte Hirscher für Aufsehen im Ski-Weltcup. Der mittlerweile 36-jährige Salzburger, der für die Niederlande startet, erklärte seinen zweiten Comeback-Versuch damit vorzeitig für beendet.

Eigentlich war Hirscher 2019 nach acht Gesamtweltcupsiegen in die Ski-Pension abgeschwungen, hatte danach seine Skimarke "Van Deer" gegründet. Mit dieser wollte er vor einem Jahr wieder im Weltcup Fuß fassen. Ein 23. Platz schaute in drei Rennen dabei heraus, ehe er sich Anfang Dezember 2024 das Kreuzband gerissen hatte, eine lange Rehaphase folgte. Das neuerliche Comeback verschob Hirscher in den letzten Wochen mehrmals, ehe er am Freitag die Reißleine zog.

Svindal hatte eine Vorahnung

Aksel Lund Svindal, einst Hirschers Weltcup-Konkurrent und nun Trainer an der Seite von Lindsey Vonn, hatte noch vor Bekanntwerden der Hirscher-Entscheidung über die Comebackpläne des Salzburgers gesprochen, dabei Zweifel geäußert. "Ich weiß es nicht, weil ich Marcel nicht Ski fahren gesehen habe", sagte der Norweger der "Tiroler Tageszeitung" über die Comeback-Chancen des 36-Jährigen, schob dann aber an: "Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es bei Marcel schwieriger wird. Er kann es schaffen. Aber er war beim Comeback nicht der Schnellste. Dann kam die Verletzung und dann noch ein Comeback? Das ist eine Riesenherausforderung. Es ist nicht unmöglich, aber schwierig."

Sätze, die sich wenig später bewahrheiten sollten. Die drei Rennen bei Hirschers erstem Comeback zeigten dem Salzburger auf, dass sich gerade im Slalom viel weiterentwickelt hat, Hirscher hatte Rückstand. Dass er auch aktuell nicht mit den Schnellsten der Welt im Training mithalten konnte, musste auch der 36-Jährige selbst zugeben.

Ist Marcel Hirscher der Größte?

Vonn zeigt, wie Comeback geht

Dass ein Comeback nach fünf Jahren Pause aber durchaus erfolgreich sein kann, zeigte Svindal-Schützling Vonn. Von Hirschers Wildcard-Regelung inspiriert, wagte auch die US-Amerikanerin noch einmal einen Versuch, im Weltcup Fuß zu fassen. Nach einer durchwachsenen ersten Saison ist die 41-Jährige mit einem Sieg und bereits fünf Stockerlplätzen wieder voll in die Weltspitze gefahren. Auch dank Svindals Hilfe. Der Norweger ist seit Sommer an der Seite der US-Amerikanerin.

Vonn hat Olympia als großes Ziel. Und kann sogar im Kampf um die kleinen Kristallkugeln in der Abfahrt und im Super-G mitmischen.

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