Ski-Star wettert gegen Quarantäne-Regeln in Levi

Federica Brignone kritisiert die Quarantäne-Regeln scharf.
Federica Brignone kritisiert die Quarantäne-Regeln scharf.Gepa
Weil ein Betreuer am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war, dürfen die Schwedinnen das Slalom-Doppel in Levi nicht bestreiten. 

Das komplette skandinavische Damen-Team hatte sich nach einer Anordnung der Gesundheitsbehörden im finnischen Ski-Ort in Quarantäne begeben müssen. Somit verpassen alle Läuferinnen, darunter auch die Podiumskandidatin Anna Swenn-Larsson, die ersten beiden Slaloms der Saison. 

Für Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone eine nicht nachvollziehbare Entscheidung. "Warum werden wir denn getestet? Wie kann es sein, dass alle Läuferinnen einer Nation (die alle bei drei Tests negativ sind) wegen eines positiven Coaches nicht starten dürfen", schrieb Brignone auf Instagram. Nachsatz: "Ist das fair?" 

Die Italienerin zog Parallelen zu anderen Sportarten. "Warum darf im Fußball, wo es physischen Kontakt gibt, weitergespielt werden, wenn es einige positive Fälle gibt?", fragte die 30-Jährige, fügte eine Forderung an: "Bitte gebt uns klare und gleiche Regeln." 

Pinturault bemängelt fehlende Fairness

Ähnlich reagierte auch Alexis Pinturault. Der Franzose sieht in der umstrittenen Quarantäne-Regel fehlende Fairness. "Dann werde auch ich mal Wettkämpfe verpassen", erklärte der 29-Jährige. 

Außerdem zeigte der Allrounder sportliche Benachteiligungen auf. So könnten Läuferinnen bei einer angeordneten Quarantäne nicht nur keine Punkte machen, sondern eventuell auch aus der ersten Startgruppe rutschen. "Das beeinträchtigt die Chancen enorm", so Pinturault zu "Ski Chrono". 

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