Ski-WM 2013 in Schladming vom Rechnungshof kritisiert

Der Rechnungshof hat auf 200 Seiten die Ski-Weltmeisterschaft in Schladming 2013 heftig kritisiert. Die Prüfer bemängeln vom fehlenden Gesamtkonzept bis hin zum Durchführungschaos zahlreiche Punkte der 416 Millionen Euro teuren WM. Nun setzt es auch scharfe Kritik aus der Politik.

Der Rechnungshof hat auf 200 Seiten die heftig kritisiert. Die Prüfer bemängeln vom fehlenden Gesamtkonzept bis hin zum Durchführungschaos zahlreiche Punkte der 416 Millionen Euro teuren WM. Nun setzt es auch scharfe Kritik aus der Politik.

Geht es nach den Rechnungshof-Prüfern, hätte die Ski-WM wohl bei weitem billiger ausfallen - sowie mehr Einnahmen generieren können. Einer der Kritikpunkte lautet, dass es kein Gesamtkonzept mit Zielen und Erwartungen gegeben habe, berichten die "Salzburger Nachrichten". Sieben Organisationen hätten statt gemeinsam einfach nebeneinander her gearbeitet, was nicht zielgerichtet gewesen sei.

Weiters setzte es eine Prüfer-Schelte dafür, dass das Land Steiermark und das Sportministerium Projekte gefördert hätten, die gar nicht Teil der WM-Bewerbung waren oder für die der Österreichische Skiverband ohnehin Finanzmittel bekommen hatte. Weiters auf den 200 Seiten: Kritik an unvöllständigen Dokumentationen und mangelhaften Wirtschaftlichkeitsrechnungen.

Zwei von vielen konkreten Kritikpunkten: Kosten stiegen bei einzelnen Projekten ohne Begründung - das Mediencenter etwa von 12,6 auf mehr als 19 Millionen Euro. Andererseits wurde etwa das Zielstadion Planai mit fast 18 Millionen Euro gefördert, ohne dass beachtet wurde, dass die Einrichtung auch außerhalb der WM genutzt wird. Die steirischen Grünen und die FPÖ übten anhand des Berichts heftige Kritik an SPÖ und ÖVP, man habe die WM auf Kosten der "Schwächsten der Gesellschaft durchgezogen".

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