"Skully": Kleiner Totenkopf in großem Abenteuer

Anfang August soll der Action-Plattformer "Skully" erscheinen. Die Preview-Version für PC auf Steam zeigt sich vorab als zweischneidiges Schwert.
  • Rene Findenig
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Rene Findenig

"Skully" heißt nicht nur das kommende Spiel der Entwickler Finish Line Games und des Publishers Modus Games, sondern auch der Protagonist, ein kleiner Totenschädel. Dieser wird, als er auf einer vermeintlich paradiesischen Insel strandet, von einer Gottheit wiederbelebt. Viel Zeit für Strandurlaub bleibt allerdings nicht, denn als voererst sehr eingeschränkter "Held" sollen wir den Streit schlichten, der unter den drei Geschwistern der Gottheit ausgebrochen ist.

Anfangs können Spieler mit dem Totenkopf allerdings nicht viel mehr anfangen, als ihn über die Insel rollen und hüpfen zu lassen. Je weiter man allerdings im Spiel vorankommen soll, umso mehr neue Fertigkeiten soll Skully zugeschrieben bekommen. So nett die Idee ist, soviel Arbeit wartet allerdings noch auf die Macher des Action-Plattformers. Der Sprecher leistet vorerst in Englisch zwar gute Arbeit, die deutschen Untertitel benötigen allerdings noch dringend einen Lektor.

Schöne Grafik, nervöse Steuerung

Weiter geht es mit nett animierten, aber vorerst sehr wenigen Zwischensequenzen. Und auch die Spielegrafik kann sich eigentlich sehen lassen. Auch wenn nicht extrem viele Details am Bildschirm aufpoppen, sind die Figuren und Umgebungen liebevoll gestaltet und abwechslungsreich. Und vor allem Spiegelungen in Oberflächen und Wesen sorgen immer wieder für kleinere Wow-Momente. Dem gegenüber steht aber eine sehr nervöse Steuerung, an die man sich gewöhnen muss.

Der kleine Totenkopf bekommt beim kleinsten Tastentipp gleich eine unheimlich hohe Geschwindigkeit zustande. Das macht es schwer, Skully über die teils sehr kleinen Bahnen und Areale zu bugsieren und immer wieder stürzt man ab oder kommt aufgrund eines minimalen Tastenbdrucks vom Weg ab. Auch bei Sprüngen lässt sich oft sehr schwer einschätzen, wie weit oder kurz sie ausfallen werden, was besonders bei Serien-Sprungpassagen für Frustmomente sorgt.

Schädel muss noch ordentlich poliert werden

Frustrierend sind die Trial-and-Error-Strecken auch deshalb, weil man bei Angriffen von Gegnern oder Abstürzen ins Wasser beinahe sofort die gesamte Lebensenergie verliert - und dann an der letzten Schlammgrube startet, an der das Spiel automatisch gespeichert hat. Auch die bis dahin absolvierten Tätigkeiten wie das Sammeln von Collectibles muss daraufhin wiederholt werden. Besser wird das Spiel aber dann, wenn Skully die ersten zusätzlichen Fähigkeiten bekommt.

So kann sich der Totenkopf später in eine Art Golem verwandeln und sich langsamer, dafür mit Armen und Beinen wesentich präziser fortbewegen. Ebenso ermöglichen es die neuen Formen, Gebiete zu betreten, die in der Totenkopf-Form versperrt waren, aber auch neue Angriffe gegen die Feinde werden möglich. Leider endet die Preview-Version auch nach rund 40 Minuten allzu schnell, was einen Vorab-Gesamteindruck erschwert. Damit "Skully" ein echter Indie-Hit werden kann, muss der Titel um den Totenschädel aber sowieso vor allem bei der Steuerung noch ordentlich poliert werden.

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