Snowboard-Queen Gasser fehlt Zeit für einen Freund

Anna Gasser räumte im vergangenen Winter beinahe alles ab. Bei den Olympischen Spielen in Südkorea will sie ihrer Karriere die Krone aufsetzen.

Weltmeistertitel im Big Air, Gewinn des Freestyle-Weltcups, Auszeichnung als Action-Sportlerin des Jahres (ESPY) – Anna Gasser legte eine wahre Traumsaison hin.

Wermutstropfen: Für Zwischenmenschliches blieb wenig Zeit. "Zur Zeit habe ich keinen Freund", verriet die 26-jährige Snowboard-Queen bei einem von Sponsor Milka organisierten Treffen in Wien. "Es ist schwer, das mit dem Sport zu vereinbaren."

Pech in der Liebe, Glück im Spiel? Gasser ist die erste Frau, die in einem Wettkampf (und zwar bei der WM im März) einen "Backside Double Cork 1080" stand. Ein Sprung, der ihr bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang Big-Air-Gold bescheren könnte.

Der Konkurrenz stets voraus

Gasser bleibt vorsichtig. "Das wäre ein Traum. Allerdings haben die anderen Mädchen im Sommer auch nicht geschlafen." Während sich die Konkurrenz also daran versucht, den Mega-Jump der Österreicherin zu kopieren, feilt die X-Games-Siegerin (Slopestyle) bereits am nächsten Kunststück. "Ich habe den Backside 1080 jetzt auch in die andere Richtung probiert, weil es als neuer Sprung zählt. Das ist mir im Training in Australien schon geglückt, aber ich muss noch üben, um ihn im Wettkampf zu stehen."

Der aufgeweckten Blondine winkt bereits im Oktober ein weiterer Titel – sie hat gute Chancen, Österreichs "Sportlerin des Jahres" zu werden. "Für mich ist sie es auf jeden Fall", sagt niemand Geringerer als Ski-Superstar Anna Veith. "Freuen würde es mich schon", gesteht Gasser, die aber Bedenken äußert. "Mein Sport ist leider nicht ganz so angesehen."

Training mit den "Jungs"

In Österreich ist Gasser konkurrenzlos. Aus diesem Grund probt sie vorwiegend mit Männern. "Ich trainiere seit Jahren mit Jungs. Das ist motivierend. Und ich motiviere sie auch, wenn mir die selben Sprünge wie ihnen gelingen. Das ist ein gutes Gegenspiel."

Anna und die Glücksjacke

Ob es für Gasser in der kommenden Saison etwas zu feiern gibt, hängt bis zu einem gewissen Grad auch von der Bekleidung ab – glaubt zumindest die Villacherin. "Wenn es läuft, ziehe ich bei den Wettkämpfen immer die selbe Jacke an. Mir hat mal eine Hose kein Glück gebracht, die habe ich dann nie wieder getragen."

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