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Snowboarder Prommegger holte große Kristallkugel

Heute Redaktion
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Snowboarder Andreas Prommegger steht seit Mittwoch erneut als Gesamtsieger im Parallel-Weltcup fest, allerdings erhält der 32-jährige Salzburger nun erstmals eine große Kristallkugel dafür, da es seit heuer wieder kleine für die Sieger der Parallel-Riesentorlauf- (PGS) und -Slalom-Wertung (PSL) gibt.

Nachdem der für Mittwoch geplant gewesene Parallel-Riesentorlauf beim Weltcup-Finale in der Sierra Nevada wetterbedingt abgesagt werden musste, stand die erfolgreiche Titelverteidigung von Prommegger fest. Dauerregen hatte die Piste in Südspanien arg in Mitleidenschaft gezogen.

"Wenn wir heute gute und faire Bedingungen gehabt hätten, wäre ich liebend gerne ein Rennen gefahren. Das haben die äußeren Umstände aber leider nicht zugelassen", erklärte Prommegger, der sich bereits am Samstag mit seinem Sieg in La Molina die kleine Kristallkugel für den Gewinn der PGS-Wertung gesichert hatte.

"Habe 50 Prozent aller Rennen gewonnen"

"Ich bin in diesem Winter viermal auf dem Stockerl ganz oben gestanden und habe damit 50 Prozent aller Rennen gewonnen. Ich denke, dass ich mir die große Kristallkugel deshalb auch verdient habe. Der Sieg im Gesamtweltcup hat für mich einen extrem hohen Stellenwert, da man die gesamte Saison hindurch gute Leistungen bringen muss. Ich freue mich riesig", frohlockte der Vater einer Tochter.

Mit einem lachenden und einem weinende Auge nahm Marion Kreiner die Absage zur Kenntnis. Lachend deshalb, weil sich die Steirerin den Sieg im PGS-Weltcup gesichert und damit ihre erste Kristallkugel geholt hat. Weinend deshalb, weil ihr durch den Ausfalls des Rennens die letzte Chance genommen wurde, die Schweizerin Patrizia Kummer in der Gesamtwertung noch von der Spitze zu verdrängen. Kreiner fehlten als Zweiter aufgrund der Streichresultate lediglich 170 Punkte auf Kummer.

"Ich habe ein wenig gemischte Gefühle. Einerseits bin ich echt happy, dass ich den PGS-Weltcup gewonnen und damit mein erstes Kristall geholt habe. Andererseits wäre es cool gewesen, wenn wir uns auch noch die große Kugel hätten ausfahren können. Aber die Piste war nach der Besichtigung schon so kaputt, dass ein Rennen unverantwortlich gewesen wäre. So ist es im Gesamtweltcup eben der zweite Rang für mich geworden. Eine Platzierung, die sich ja eigentlich auch sehen lassen kann", meinte Kreiner.