So erklärt Verkäufer das Greta-Kostüm aus Plastik

"Radel zur nächsten Kostümparty und streike mit einem veganen Cocktail für das perfekte Party-Klima." So beschreibt ein Online-Shop seine Thunberg-Verkleidung.

Wie berichtet, gibt es Greta Thunberg nun auch als Faschingsverkleidung. In seinem Online-Shop beschreibt "Karneval Universe" eine entsprechende Perücke mit Gretas charakteristischen geflochtenen Zöpfen folgendermaßen: "Du bist schon ganz heiß drauf, auf der Faschingsparty als Greta zu erscheinen und zu deinem 'How dare you' - Remix abzutanzen? Alles was du brauchst ist unsere nicht ganz klimaneutrale Greta Perücke mit Flechtzöpfen! Als Zubehör für witzige Popkultur Kostüme machen sich die geflochtenen Zöpfe ideal, denn sie sind der markante Hingucker der FFF Aktivistin. Worauf wartest du? Radel zur nächsten Kostümparty und streike mit einem veganen Cocktail für das perfekte Party-Klima!"

Besonders umweltschonend ist das Accessoire nicht, es besteht aus Polyester. Und es dürfte äußerst beliebt sein, denn derzeit ist die Perücke beim Shop nicht auf Lager. Und einen Tipp hat der Händler auch noch: Man solle die Perücke, die für Frauen und Männer geeignet ist, für den perfekten Greta-Look einfach mit einer gelben Regenjacke kombinieren.

"Wird nicht ernst genommen"

Auch andere Faschings-Shops und sogar Amazon vertreiben ähnliche Perücken und Kostüme. Ein schlechtes Gewissen haben sie nicht. "Wir haben die Greta-Perücke in unser Angebot aufgenommen, weil Kunden danach fragten", so Alexandra Gut, Mitinhaberin des Online-Shops und Ladens "Fastnachtsartikel" gegenüber "20 Minuten". Das Angebot zeige eben gerade, wie ernst die Klimadebatte genommen werde. "Würde Greta Thunberg als Verkleidung fehlen, wäre dies ein Zeichen dafür, dass die Klimakrise die Leute nicht erreicht hat."

Ihren Kunden gehe es auch nicht darum, die Aktivistin zu verulken, sagt Gut. "Die Leute, die diese Perücke in unserem Laden kaufen, sind gut gelaunte, friedliche Menschen. Mit der Perücke wollen sie einfach aktuell sein."

"Das Angebot zeigt, dass die Klimabewegung nach wie vor nicht ernst genommen wird", sagt Lena Bühler, Mitglied der Medien-Arbeitsgruppe vom Klimastreik Schweiz, zu "20 Minuten". Unter anderem auch, um dieser Kommerzialisierung ihrer Person und der Klimastreiks entgegenzuwirken, will Thunberg beides als Marke schützen lassen.

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