So geht es Christiane F. vom Bahnhof Zoo heute

Christiane Felscherinow auf der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2013.
Christiane Felscherinow auf der Frankfurter Buchmesse im Jahr 2013.imago images/Kai Horstmann
Seit dem Serienremake von "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist Christiane F. wieder in aller Munde. Doch wie geht es der berühmten Drogensüchtigen heute?

Im Alter von nur 12 Jahren konsumierte sie das erstmals Gras, mit 13 spritzte sie sich Heroin, ein Jahr später prostituierte sich am "Baby-Strich": Christiane Felscherinow schockierte und berührte mit ihrer Biografie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" (1978) weltweit Millionen Menschen. Erst vergangenen Freitag (19.2.) ist die Serie (mit der österreichischen Schauspielerin Jana McKinnon) zu dem Roman gestartet. In acht Folgen interpretiert Amazon Prime den Klassiker neu (>>>hier geht's zur Review). Doch was wurde eigentlich aus der berühmten Drogensüchtigen?

Christianes Sohn kommt in eine Pflegefamilie

Nach der Veröffentlichung ihres Buches wurde Christiane F. berühmt. Sie veröffentlichte ein weiteres Buch, tauchte in mehreren Dokus auf, lebte eine zeitlang in Griechenland. Clean blieb sie aber nicht, immer wieder wurde sie rückfällig. Statt eine Therapie zu machen, entschied sie sich für zehn Monate in ein Frauengefängnis zu gehen. 1996 kam ihr Sohn zur Welt, 2008 entzog ihr das Jugendamt das Sorgerecht. Sie war an den falschen Mann geraten und hatte wieder Heroin konsumiert. Das Kind kam in eine Pflegefamilie. 

"Ich bin eine kranke Frau"

2014 kehrte Christiane zurück nach Berlin und begann ein Methadon-Programm. Kurz darauf gab sie ihren Rückzug aus der Öffentlichkeit bekannt. Schuld daran sei eine Internet-Kampagne gegen den Moderator Markus Lanz, der sie in eine Sendung eingeladen hatte. "Ich habe Angst davor, dass anonyme Kritiker über mich urteilen und mir im Internet den Prozess machen", erklärte sie. Außerdem sei sie eine "kranke Frau". 

Von den Drogen ist Christiane laut "Bild" noch immer nicht weg. In den vergangenen Jahren sei sie immer wieder in der Drogenszene in Berlin gesichtet worden – jedoch nicht mehr am Bahnhof Zoo, sondern am Kottbusser Tor.

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