Immer wieder hört man, dass rotes Fleisch krank machen soll, während Geflügel als gesundes Superfood gilt. Aber stimmt das wirklich? Der Unterschied zwischen rotem und weißem Fleisch liegt im sogenannten Häm-Eisen, einem Farbstoff, der dem Fleisch seine rote Farbe verleiht.
Zu rotem Fleisch zählen Rind, Schwein, Lamm oder Kalb. Weißes Fleisch umfasst Geflügel wie Hähnchen oder Pute sowie Kaninchen. Rotes Fleisch enthält deutlich mehr Häm-Eisen - das ist zwar für die Blutbildung nützlich, hat aber eine Kehrseite: Im Darm kann es chemische Reaktionen auslösen, die die Schleimhaut reizen.
Wie chip.de berichtet, stuft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rotes Fleisch als "wahrscheinlich krebserregend" ein. Das größte Risiko betrifft dabei den Darmkrebs.
Noch problematischer sind laut WHO verarbeitete Fleischprodukte wie Wurst, Salami, Schinken oder Bacon. Diese gelten als eindeutig krebserregend. Der Grund liegt in der Verarbeitung: Durch Pökeln, Räuchern und Fermentieren entstehen schädliche Stoffe wie aromatische Amine. Wurstwaren belasten zusätzlich die Gefäße und erhöhen das Risiko für Diabetes Typ 2 sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Hähnchen und Pute sind die bessere Wahl, sollten aber ebenfalls maßvoll auf dem Teller landen. Wer Wurstwaren reduziert, rotes Fleisch bewusst genießt und stattdessen öfter zu Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorn greift, schützt Herz, Darm und Gefäße wirksam - ohne auf Genuss zu verzichten.