Die zweithöchste Spielklasse in Österreich wird voraussichtlich nicht fortgesetzt. Mehr als die Hälfte der Klubs entschied sich am Freitag für einen Abbruch aus wirtschaftlichen Gründen.
Per Video-Konferenz wurde am Freitag die Zukunft der 2. Liga diskutiert. Das Ergebnis: Noch kein Abbruch, aber es deutet vieles darauf hin. Laut Liga-Boss Christian Ebenbauer war "knapp mehr als die Hälfte" der 16 Vereine für eine vorzeitige Saison-Beendigung. "Ich sehe die Chancen sehr gering, dass weitergespielt wird."
Ein Antrag auf Abbruch erreichte nicht die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit, um zur Abstimmung zugelassen zu werden.
Kommt es tatsächlich zum Stopp, gibt es heuer keinen Aufsteiger. Zum Leidwesen von Ried. Die Oberösterreicher liegen mit acht Punkten Vorsprung auf Klagenfurt an der Spitze. Beide Klubs erklärten bereits, im Fall der Fälle vor Gericht zu ziehen und einen Platz in der Bundesliga einzuklagen.
Die Chancen, dann die höchste Spielklasse einfach auf 14 Vereine aufgestockt wird, bezeichnete Ebenbauer jedoch als "eher unrealistisch."
Während in der Bundesliga bereits wieder in Kleingruppen trainiert wird, sind die Spieler der 2. Liga nach wie vor zum "Nichtstun" gezwungen. Lediglich Cup-Finalist Lustenau darf bereits auf den Rasen.
Bis zur nächsten Klubkonferenz Anfang Mai soll jedenfalls Klarheit herrschen.