Nach dem Terroranschlag auf den Berliner CSD flüchtete Abdul Ballout (21) laut bisherigen Erkenntnissen zu Fuß vom Großen Tiergarten bis zum Bahnhof Friedrichstraße und tauchte anschließend unter. Wie die "Bild" unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, kooperierten sein Vater und ein Freund mit den Ermittlern. Ein Freund des Vaters gab demnach den entscheidenden Hinweis auf eine Kleingartenanlage in Berlin-Spandau.
Dort soll sich Ballout nach der Tat, bei der eine Frau getötet und mehr als 30 Menschen verletzt wurden, auf einer nicht verpachteten Parzelle versteckt haben. Als SEK-Beamte zugreifen wollten, soll der 21-Jährige mit einem Messer auf sie losgegangen sein. Er wurde erschossen. In der Nähe der Kleingartenanlage lebt auch sein Vater, der laut Bericht seit längerer Zeit von Ballouts Mutter und seinem Sohn getrennt lebt.
Laut "Spiegel" hatte der Vater jahrelang versucht, seinen Sohn von seinem dschihadistischen Weg abzubringen. Im Sommer 2025 schickte er ihm eine Sprachnachricht, in der er sagte, er befinde sich "auf dem falschen Pfad" und solle "aufwachen". Seine Warnung blieb ungehört.
Am 17. November des Vorjahres begleitete der Vater Ballout aus dem Libanon zurück nach Deutschland. Dort war der 21-Jährige zuvor verurteilt worden, nachdem er versucht hatte, sich der Terrororganisation IS anzuschließen. Nach der Ankunft am Flughafen BER wurde Ballout festgenommen. Im Mai 2026 verurteilte ihn das Amtsgericht zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, ließ ihn wegen einer "Vorbewährung" jedoch wieder frei. Wenige Monate später folgte der Terroranschlag auf den Berliner CSD.