KI richtig nutzen

Simpler Trick: So holst du viel mehr aus ChatGPT heraus

Ein Stanford-Professor erklärt, warum die meisten Menschen KI-Chatbots falsch nutzen - und wie ein simpler Trick den Output massiv verbessert.
Technik Heute
26.02.2026, 09:21
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Millionen Menschen nutzen täglich ChatGPT und Co. - aber kaum jemand schöpft das Potenzial der KI-Chatbots wirklich aus. Dabei braucht es nur eine kleine Änderung im Umgang, um deutlich bessere Ergebnisse zu erzielen.

Jeremy Utley, Professor am Hasso Plattner Institute of Design der Stanford-Universität, ist mit einem Video zu diesem Thema viral gegangen - über 2,3 Millionen Mal wurde es angeschaut.

Wie t3n.de berichtet, liegt der Schlüssel laut Utley darin, KI-Chatbots nicht einfach als Werkzeug zu nutzen, sondern wie einen Teamkollegen zu behandeln. Der Unterschied klingt klein, hat aber enorme Auswirkungen auf die Qualität der Ergebnisse.

Die KI soll Fragen stellen dürfen

Konkret bedeutet das: Statt dem Chatbot einfach einen Befehl zu geben, sollte man ihn zur Zusammenarbeit einladen. Ein Beispiel: Wer eine E-Mail beantworten will, tippt nicht einfach "Schreib mir eine Antwort", sondern sagt: "Hilf mir, auf diese E-Mail zu antworten. Stelle mir alle Fragen, die du benötigst, um den Kontext zu erhalten."

Durch diesen Dialog-Ansatz versteht die KI die Situation besser und liefert passgenauere Ergebnisse. Utley empfiehlt außerdem, den Output eines Chatbots einem anderen vorzulegen und um eine kritische Einschätzung zu bitten.

Positives Feedback als Kreativitäts-Turbo

Selbst eine vermeintliche Schwäche der Chatbots lässt sich laut dem Stanford-Professor als Vorteil nutzen: Weil KI-Modelle tendenziell positiv und unkritisch reagieren, fühle man sich weniger gehemmt bei der Entwicklung neuer, auch ungewöhnlicher Ideen.

Die wahre Magie entstehe aber erst, wenn man der KI beibringe, wer man ist - also den eigenen Geschmack, Tonfall und Stil vermittle. Dann klinge der Output deutlich menschlicher und persönlicher.

Ein Fünf-Minuten-Test für Skeptiker

Für alle Zweifler hat Utley eine einfache Übung parat: Man soll mit dem Chatbot eine emotionale Entscheidung besprechen, für die man normalerweise eine nahestehende Person fragen würde. Der Prompt dabei: "Ich kämpfe mit einer Entscheidung. Bevor du mir einen Rat gibst, stelle mir bitte drei Fragen, um meine Situation besser zu verstehen."

Gleichzeitig warnen Experten davor, das eigene Denken komplett an KI auszulagern. Wer Chatbots zu unkritisch nutze, riskiere, kognitive Fähigkeiten zu verlieren. Der Schlüssel liegt also nicht darin, die KI für sich denken zu lassen - sondern mit ihr gemeinsam zu denken.

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