Wenn die Erde komponiert: So klingt der Klimawandel

Kann man den Klimawandel hören? Das Projekt "ClimateMusic" verwandelt den Herzschlag unseres Planeten in beeindruckende Musik.

Der Klimawandel ist für viele Menschen ein abstraktes Konzept. Globale Veränderungen sind für den Einzelnen schwer zu überblicken. Aus diesem Grund haben sich Forscher der University of California, Berkeley mit dem Komponisten Erik Ian Walker im Projekt "ClimateMusic" zusammengetan, um die Datensätze in eine universelle Sprache zu übersetzen – die Musik.

Daraus entstand ein Stück, das seines gleichen sucht. Vier Klimavariablen geben maßgeblich den Ton an: Die CO2-Belastung bestimmt das Tempo, die Temperatur die Tonhöhe, die Energiebilanz der Erde die Dissonanz und der PH-Wert der Ozeane die musikalische Struktur. Das bedeutet, dass sich der Sound mit dem Klima verändert. So nimmt beispielsweise das Tempo nach der Industriellen Revolution ordentlich an Fahrt auf. Je stärker sich unser Planet aufheizt, desto schneller, schriller und schräger wird die Musik.

Die Komposition liefert auch einen Ausblick darauf, was passiert, wenn Nationalstaaten sich nicht an die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele halten. Die gesamte Menschheit hat damit direkten Einfluss auf das Stück. Wie dieses nun klingt, hören Sie im Video oben.

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(rcp)

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