Er war gerade mal 13 Jahre alt, als er in die Welt der Onlinekriminalität abrutschte. Heute packt "Drew" im Podcast "Darknet Diaries" aus und enthüllt schonungslos, wie Teenager im Netz Millionen stehlen.
Die Methode heißt SIM-Swapping: Kriminelle bringen Mobilfunkanbieter dazu, fremde Handynummern auf ihre eigenen SIM-Karten zu übertragen. So erhalten sie SMS-Codes für die Zwei-Faktor-Authentifizierung und können sich in fremde Konten einloggen.
Wie heise.de berichtet, werden für diese Masche oft Mitarbeiter von Handyläden bestochen. Sogenannte "Mannys" bekommen rund 10.000 Dollar pro durchgeführtem SIM-Swap. Noch dreister: Manche Täter schicken Komplizen in die Shops, um Mitarbeiter-Tablets zu stehlen.
Das Hauptziel der jungen Kriminellen sind Krypto-Börsen wie Coinbase. Mit gestohlenen Zugangsdaten aus gehackten Datenbanken durchforsten sie automatisiert Millionen Accounts - und finden so Konten mit hohen Guthaben.
"Es gibt Millionen von Coinbase-Millionären", erklärt Drew im Podcast. Hat ein Täter erst einmal Zugriff, kann er riesige Summen abziehen. An einem guten Abend verdient ein sogenannter "Activator" über 100.000 Dollar.
Das Phänomen ist längst keine Randerscheinung mehr. Allein in den USA beliefen sich die Schäden durch Cyberkriminalität 2025 auf fast 21 Milliarden US-Dollar. Die größten Verluste erleiden dabei Krypto-Investoren.
Drews Geschichte zeigt, wie leicht Jugendliche in kriminelle Netzwerke geraten können - und wie professionell diese Strukturen mittlerweile organisiert sind.