Der Sommer ist für viele die schönste Zeit des Jahres. Doch die Hitze hat auch ihre Schattenseiten - und die betreffen nicht nur den Körper. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass hohe Temperaturen erhebliche Auswirkungen auf unser Gehirn und unsere psychische Gesundheit haben.
Bei Hitze wird ein Großteil der Energie des Gehirns dafür verwendet, die Körpertemperatur zu regulieren. Das beeinträchtigt unsere Fähigkeit, komplexe kognitive Aufgaben zu lösen. Menschen, die sich bei Hitze unwohler und gereizter fühlen, schneiden bei solchen Aufgaben schlechter ab.
Besonders besorgniserregend: Ab 32 Grad Celsius steigt die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt sowie Beleidigungen und Körperverletzungen, heißt es auf chip.de. Temperaturen führen außerdem zu Schlafproblemen, die wiederum unsere Stimmung direkt beeinflussen.
Die Schlüsselregionen des Gehirns, die für kognitive Fähigkeiten zuständig sind, werden durch Hitzestress beeinträchtigt. Dazu gehören jene Bereiche, die das Gedächtnis, das Lernen und die Konzentration steuern.
Experten haben festgestellt, dass bei Temperaturen über 32 Grad - verglichen mit 21 bis 24 Grad - die Denkleistung deutlich abnimmt. Menschen aus wärmeren Klimazonen sind dabei weniger stark betroffen als jene aus kühleren Regionen.
Wer der Hitze nicht entkommen kann, sollte auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten. Dehydrierung verschlechtert die Qualität der Nervensignale zwischen den Gehirnzellen. Außerdem hilft es, sich in kühlen Räumen aufzuhalten und körperliche Anstrengung in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen.