Gehen ist eine der einfachsten und natürlichsten Bewegungsformen. Es hebt die Stimmung und fördert die Gesundheit. Dabei spielt aber die Geschwindigkeit eine wichtige Rolle: Wer schneller geht, kann sein Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.
Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2024, erschienen im Journal of Sports Sciences, zeigt: Wer schneller geht, hat ein um 43 Prozent geringeres Sterberisiko als langsame Geher.
Wie "Chip" berichtet, gilt die Gehgeschwindigkeit als einer der zuverlässigsten Indikatoren für funktionelle Selbstständigkeit. "Die Gehgeschwindigkeit gilt als einer der zuverlässigsten Indikatoren für funktionelle Selbstständigkeit," so Dr. Kimberly Melvan, Gründerin von RunCoach PT.
Laut einer Studie aus dem Jahr 2022 mit 103 Teilnehmern mittleren und höheren Alters wurden folgende Durchschnittswerte ermittelt: Menschen zwischen 40 und 49 Jahren gehen im Normalfall mit 5,8 km/h, bei 50- bis 59-Jährigen sind es 5,6 km/h, ebenso bei 60- bis 69-Jährigen. Im Alter von 70 bis 79 liegt das normale Tempo bei 5,4 km/h.
Dr. Melvan empfiehlt folgende Zeiten für einen Kilometer: Junge Erwachsene (18 bis 35 Jahre) sollten 9 bis 11 Minuten brauchen, Menschen mittleren Alters (36 bis 64 Jahre) 9 bis 12 Minuten, ältere Erwachsene (65 bis 79 Jahre) 11 bis 15 Minuten und Hochbetagte (80+) 12 bis 19 Minuten.
Um schneller zu werden, braucht es wie bei jeder Sportart Training und Ausdauer. Es hilft, die Fortschritte mit einem Schrittzähler oder einer App zu dokumentieren. Auch die gefühlte Anstrengung zu tracken kann sinnvoll sein.
Ein Tipp: Immer die gleiche Strecke gehen, um den Fortschritt besser nachverfolgen zu können. Anfänger sollten versuchen, eine Meile (1,6 km) am Stück ohne Pause zu schaffen. Fortgeschrittene können ihre Zeit um zwei Minuten verbessern, Profis halten ein gleichmäßiges Tempo von 6 km/h über längere Distanzen.