So sehen Krammers Rapid-Zukunftspläne aus

Neo-Präsident Krammer will den SK Rapid in eine erfolgreiche Zukunft führen. Dass das gelingt sollen sieben grundlegende Projekte realisiert werden. Das Konzept "Rapid 2019" soll eine gelungene Verknüpfung aus sportlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolgen erreichen.

Neo-Präsident Krammer will den SK Rapid in eine erfolgreiche Zukunft führen. Damit das gelingt, sollen sieben grundlegende Projekte realisiert werden. Das Konzept "Rapid 2019" soll eine gelungene Verknüpfung aus sportlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolgen erreichen. "Heute.at" war bei der ordentlichen Hauptversammlung des SK Rapid Wien vor Ort.

Die sportlichen Ziele für den Rekordmeister wurden in klar ausgesprochen: In der aktuellen Saison soll ein internationaler Startplatz her. In den nächsten zehn Jahren will Rapid mindestens drei nationale Titel erreichen, die permanente Qualifikation für internationale Gruppenphasen schaffen und die Top 50 Europas erreichen. Aktuell belegt man den 108. Platz.

"Es muss klar sein, dass diese Ziele nicht kurzfristig erreichbar sind, sondern da steckt ein lang- bis mittelfristiger Plan dahinter. Wir haben uns viel vorgenommen, aber nur wenn man sich Ziele steckt und diese bewusst kommuniziert, wissen alle in welche Richtung wir gehen wollen. Ich lade die gesamte Rapid-Familie dazu ein, mit uns gemeinsam diesen Weg zu gehen", so der neue Rapid-Präsident.

"Rapid 2019" besteht aus sieben Projekten:

1. Die Ausgliederung des Profibetriebs in eine AG

Diese Änderung bringt grundlegende Änderungen im Vereins-Organigramm. Durch diese Reform sollen neue Strukturen geschaffen werden, die effizientere und schnellere Entscheidungen zulassen. Dieses Projekt soll bis spätestens März 2014 eingeleitet werden. "Wir werden ab morgen neun Uhr Früh mit voller Kraft daran arbeiten, neue Strukturen zu schaffen", gab sich Krammer top-motiviert. 

2. Stadion-Neubau in Hütteldorf

Mit dem Gerhard Hanappi Stadion sei Rapid laut Krammer in den Umsatz-Potentialen sehr limitiert. Neue Sponsoren könne man mit den aktuellen Gegebenheiten nur sehr schwer ins Boot holen. "Uns ist klar: Ein neues Stadion muss her", so Krammer. Es soll nach der legendären Pfarrwiese und dem Hanappi-Stadion eine neue emotionale Heimat für Rapid geschaffen werden. Es wird auch intensiv nach einem Namens-Sponsor für das neue Stadion gesucht. Eine endgültige Entscheidung über das Stadion-Projekt soll spätestens im März oder April 2014 fallen.

3. Neue Mitglieder gewinnen

Aktuell hat der SK Rapid etwas mehr als 5.500 Mitglieder. Geht es nach dem neuen Präsidenten, sollen bis 2015 10.000 neue Mitglieder dazukommen. Mit Verbesserungen in der Mitgliederwerbung soll dieses Ziel erreicht werden. "Man muss sich nur überlegen, 10.000 neue Mitglieder wären so viel wert, wie ein ganz großer Sponsor", rührte der neue Rapid-Präsident bereits die Werbetrommel.

4. Alternative Vertriebs- und Vermarktungskonzepte

Das klare Ziel ist es, die Einnahmen auf diesem Sektor zu erhöhen. Es wird neben der Sponsoren-Suche auf höchster Konzern-Ebene auch eine Initiative geben, Klein- und Mittelbetriebe in den Rapid-Sponsoren-Pool zu holen. Zudem hatte Krammer eine innovative Idee: "Wir haben auf unseren Trikots noch einige Werbeflächen zu vergeben - Das muss ja nicht auf die ganze Saison vergeben werden. Gewisse Flächen könnten wir ja auch für ein paar Spiele verkaufen."

5. Transparenz im Verein schaffen

"Wir wollen eine Vertrauenskultur im Verein schaffen. Wir wollen unsere Mitglieder aktiv einbeziehen - Wenn jemand eine Idee hat, sind wir immer dankbar. Ich sehe eine große Bereitschaft der Rapid-Fankultur, die Rapid auszeichnet in die Zukunft zu gehen. Klar: Gewalt und Diskriminierung hat hier keinen Platz, aber Tradition, Fankultur und Stimmung haben einen Platz, weil das ist Rapid", versicherte Krammer.

6. R@pidworld

Rapids Auftritt im Web 2.0 soll grundlegend verbessert werden. Die Vereins-Homepage soll ebenso wie die Social-Media-Angebote verbessert werden. Rapids neuer Präsident will hier auch an einigen Schrauben drehen: "Dadurch erschließen sich ganz neue Umsatz-Möglichkeiten, wie zum Beispiel reibungsloses Ticketing. Mir schwebt auch ein eigener Mitglieder-Bereich vor, mit exklusiven Inhalten. Bei der Mitgleider-Werbung könnten wir uns am FC Bayern orientieren, da bekommt man die Möglichkeiten und Vorteile für Mitglieder auf der Homepage sofort präsentiert". 

7. Internationalisierung

Rapid hat laut einer Studie aus dem Jahr 2010 1,7 Millionen Fans weltweit. Rapid ist also die einzige Weltmarke in österreichs Fussball. Jedoch sind die nationalen Beliebtheitswerte der Grün-Weißen in den letzten Jahren eher gesunken. Krammer will die Trendwende einleiten: "Wir wollen Werte wie Tradition, Emotion und Innovation verbinden. Rapid soll zu einer Attraktion für Wien werden. Ich weiß der Vergleich ist sehr hoch gegriffen, aber jeder Fussball-Fan, der Barcelona besucht, will sich das Camp Nou ansehen - Wieso sollte man so etwas nicht in einer Toursimus-Stadt wie Wien auch erreichen?"

Alle diese Projekte dienen laut Krammer nur einem Zweck: Die optimalen Rahmenbedingungen für Rapid zu schaffen, dass die Mannschaft erfolgreich ihren Weg gehen kann.

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