Schwere Schäden

Blow-ups, Spurrinnen – so setzt Hitze den Autobahnen zu

Temperaturen über 30 Grad bringen Autobahnen an ihre Grenzen: Beton platzt auf, Asphalt verformt sich. Forscher suchen nach Lösungen.
Newsdesk Heute
15.07.2026, 17:01
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Kaum steigen die Temperaturen über 30 Grad, machen Autobahnen schlapp. Bei der jüngsten Hitzewelle kam es zu sogenannten Blow-ups auf Schnellstraßen, der Asphalt bildete Spurrinnen, Fugenmasse quoll aus den Spalten heraus. Mehrere Autobahnen mussten gesperrt werden.

Fast 99 Prozent aller deutschen Bundes- und Landesstraßen sind asphaltiert. "Wenn es zu warm ist, wird der Asphalt weich", erklärt Experte Buchner. Auch Betonplatten auf Autobahnen bereiten Probleme: Sie dehnen sich bei Hitze aus und drücken aneinander.

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Wie n-tv.de berichtet, fehlt zwischen den Betonplatten oft der Platz für Ausdehnung. "Sie drücken aneinander, weil sie versuchen, sich auszudehnen, haben aber wenig Platz dafür. Und dann brechen die eben so auf mit diesem Blow-up", so Straßenbauexperte Buchner.

Auch österreichische Autobahnen betroffen

Das Phänomen macht auch vor Österreich nicht halt. Erst kürzlich musste auf der Westautobahn bei Salzburg-Nord ein Fahrstreifen wegen eines Hitzeschadens gesperrt werden. Die Betonfelder hatten sich aufgewölbt.

Bei Asphaltstraßen wird bereits Bitumen mit speziellen Polymeren versetzt, um die Hitzebeständigkeit zu erhöhen. Damit hält der Belag Oberflächentemperaturen von bis zu 70 Grad stand. Doch der Stoff ist teuer und nicht nachhaltig.

Stahlgeflecht als Hoffnung

Als Alternative wird an durchgehend bewehrten Betonfahrbahndecken geforscht. Dabei wird ein Stahlgeflecht in den Beton eingebaut, das entstehende Risse auffängt und gleichmäßig verteilt. In den USA wird diese Technik bereits seit rund 100 Jahren eingesetzt, in Deutschland gibt es bisher nur wenige Versuchsstrecken.

Auch bei Asphalt wird nach Alternativen gesucht: Lignin und Tallöl aus der Papier- und Zellstoffindustrie könnten künftig Bitumen ersetzen. Das Problem: Zwar steigt damit die Nachhaltigkeit, nicht aber die Hitzebeständigkeit.

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