So steigen die Corona-Zahlen in den nächsten Wochen an

Eine Corona-Patient wird auf der Intensivstation eines Spitals behandelt.
Eine Corona-Patient wird auf der Intensivstation eines Spitals behandelt.Bernd Wüstneck / dpa / picturedesk.com
Noch keine Entspannung in Sicht: Die Corona-Kommission prognostiziert, dass sich das Infektionsgeschehen auf hohem Niveau fortsetzt.

Am Donnerstag tagte erneut die Corona-Kommission. Die Corona-Ampel bleibt auch weiterhin im ganzen Land Rot. Das geht aus dem aktuellen Arbeitsdokument der zuständigen Kommission hervor. Laut Prognose der Kommission wird die Situation auf den Intensivstationen in der Ostregion angespannt bleiben.

"Die effektive Reproduktionszahl näherte sich in den letzten Tagen einem Wert von 1. Die Prognosen gehen von einer Fortsetzung dieses Trends aus, der sich österreichweit in einem konstanten Infektionsgeschehen widerspiegelt", heißt es in dem Dokument der Kommission.

Weiterhin rund 3.000 Fälle pro Tag

Die aktuellen Prognosen gehen von einem Infektionsgeschehens von rund 3.000 Fälle pro Tag aus (3.100 Fälle/Tag am 1. Prognosetag bis 2.800 Fälle/Tag am letzten Prognosetag). Am letzten Prognosetag (14.04.) wird eine 7-Tages-Inzidenz von 232 erwartet. Die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern ist dabei sehr unterschiedlich. Die Spannbreite der 7-Tages-Inzidenz am letzten Prognosetag reicht von 133 in Vorarlberg bis 297 in Wien.

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Die Intensiv-Hospitalisierungsraten haben sich in allen Bundesländern erhöht. Auch hier wird in den nächsten beiden Wochen laut Kommission ein leichter Anstieg erwartet. Derzeit werden 578 Corona-Patienten auf Intensivstationen betreut. In zwei Wochen werden 586 Fälle erwartet. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 68 Prozent liegt der ICU-Belag am 21. April zwischen 499 und 692.

Betten-Auslastung bleibt auf hohem Niveau

Auf Normalstationen wird ein Rückgang von 1.854 (am 06.04.) auf 1.824 (am 21.04.) erwartet. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 68 Prozent liegt der Belag auf Normalstationen am 21.04. zwischen 1.570 und 2.152.

Am 6. April lag die Auslastung aller für COVID nutzbaren Intensivbetten gemäß Ländermeldungen bei 62,8 Prozent. Bezogen auf die gesamte Bettenkapazität auf Intensivpflegestationen (per 06.04 2.022 Betten) lag die Auslastung bei 29 Prozent. Gemäß Prognose verbleibt dieser Anteil bis zum 21. April auf diesem Niveau.

"Sollte es zu einem Anstieg der durchschnittlichen Liegedauer gekommen sein ist davon auszugehen, dass der ICU-Belag ein höheres Niveau erreicht", heißt es in dem Dokument.

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