So stellte sich Niki Lauda seine Beerdigung vor

"Bild"-Reporter Helmut Uhl schrieb einen bewegenden Nachruf an Niki Lauda und verriet dort, was sich die Formel-1-Legende für seine Beerdigung wünschte.
Helmut Uhl, Reporter bei der "Bild"-Zeitung veröffentlichte zum Tod von Niki Lauda einen berührenden Nachruf. Darin beschreibt er den Menschen Niki Lauda, aber auch den Rennfahrer.

"Niemals Gefühle zeigen!" Mit diesem Credo wurde er dreimal Formel-1-Weltmeister und erfolgreicher Geschäftsmann. Doch deshalb zerbrach auch seine erste Ehe mit Marlene Knaus nach 15 Jahren.

Stur sei er gewesen. "Ich hab' schnell mitgekriegt, dass du in der Formel 1 nur als Ego-Künstler überleben und erfolgreich sein kannst", hat Lauda einmal gesagt. Und auch so gelebt.

CommentCreated with Sketch.4 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auch Freunde wollte er lange Zeit keine. Bis er seine spätere Frau Birgit traf. „Sie ist meine Frau aber auch mein Freund. Mein bester Freund", erklärt er gegenüber dem "Bild"-Reporter bei einem Formel-1-Rennen.



Bei seinem schweren Unfall am Nürburgring 1976 blickte er dem Tod bereits ins Auge: "Ich hab' ja alles mitgekriegt und mir gedacht: Die werden sich wundern, ich geh doch nicht fort. Ich will weiterleben."

Niki Lauda war ein Kämpfer. Die Geburt seiner Zwillinge ließ ihn wieder aufblühen. Max und Mia schickten ihm Videos, wenn er auf der ganzen Welt unterwegs war.

Und einmal zeigte er dem "Bild"-Redakteur ein Video auf seinem Smartphone: „Schau, die Birgit hat mir die See-Bestattung von meinem Freund Angel Nieto geschickt. Dreizehnmal Motorrad-Weltmeister. Eine Frau fährt ihm rein. Schädeltrauma. Tot."

Lauda weinte und sagte: „So könnte ich mir das später auch vorstellen."

(Heute Sport)

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