Privatsphäre schützen

So surfst du fast unsichtbar im Netz

Hundertprozentige Anonymität im Internet gibt es nicht. Doch mit ein paar Maßnahmen schützt du deine Privatsphäre deutlich besser.
Technik Heute
02.03.2026, 17:47
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Wer im Internet wirklich anonym unterwegs sein will, hat es nicht leicht. Absolute Unsichtbarkeit im Netz ist und bleibt ein Wunschtraum. Trotzdem gibt es einige wirksame Maßnahmen, mit denen du deine Privatsphäre deutlich besser schützen kannst.

Das Thema betrifft nicht nur Privatpersonen. Auch in Firmen ist es wichtig, dass Mitarbeiter wissen, wie sie ihre Daten schützen. Denn je mehr kriminelle Angreifer über eine Person herausfinden, desto gezielter können sie mit Social Engineering oder Erpressung zuschlagen.

Wie computerwoche.de berichtet, lässt sich die eigene Privatsphäre im Netz in mehreren konkreten Schritten deutlich verbessern. Dabei sei klar: Anonymität und Privatsphäre sind nicht dasselbe - und hundertprozentige Anonymität gibt es in der digitalisierten Welt schlicht nicht.

Signal und Tor als beste Werkzeuge

Wer sicher kommunizieren will, sollte auf die Messenger-App Signal setzen. Sie verschlüsselt Nachrichten, Anrufe und Videochats. Allerdings können Geheimdienste auf Netzwerkebene trotzdem erkennen, dass du Signal nutzt und mit wem du kommunizierst. Dennoch gilt Signal derzeit als die sicherste und benutzerfreundlichste Messenger-App am Markt.

Fürs anonyme Surfen ist der Tor-Browser das Mittel der Wahl. Er leitet deinen Datenverkehr über drei verschiedene Knotenpunkte weltweit. Auch Tor bietet keine absolute Anonymität, gilt aber als das beste verfügbare Werkzeug. Es gibt eine offizielle App für Android und eine vom Tor-Projekt autorisierte App für iOS.

VPN macht dich nicht anonym

Viele glauben, ein VPN mache sie unsichtbar. Das ist ein Mythos. Ein VPN leitet deinen Datenverkehr lediglich über einen verschlüsselten Tunnel um. Der VPN-Anbieter kann deine Aktivitäten jederzeit nachvollziehen - und wenn sich Hacker oder Behörden Zugang zu den Servern verschaffen, können sie das ebenso. VPNs sind trotzdem sinnvoll, aber nicht für Anonymität.

Weg von Google und Co.

Dienste wie Google, Office 365 oder Dropbox können deine Daten mitlesen. Wer mehr Privatsphäre will, sollte auf sogenannte Zero-Knowledge-Anbieter setzen. Diese speichern deine Daten so, dass selbst der Anbieter keinen Zugriff darauf hat. Alternativ kannst du Daten vor dem Hochladen selbst verschlüsseln.

Auch beim Posten auf Social Media ist Vorsicht geboten. Ein einzelner Beitrag mag harmlos wirken, doch in Kombination mit anderen Infos kann er ein detailliertes Bild von dir zeichnen. Überleg dir vor jedem Posting genau, was du der Welt wirklich preisgeben willst.

Handy-Apps und Werbung im Griff

Mobile Apps fordern oft deutlich mehr Berechtigungen ein, als sie tatsächlich brauchen. Geh regelmäßig die Einstellungen durch und schalte unnötige Zugriffe auf Mikrofon, Standort oder Adressbuch konsequent ab. Dabei gilt: Lieber eine Berechtigung zu viel verweigern als zu wenig.

Zuletzt solltest du einen Adblocker installieren. Moderne Werbenetzwerke verfolgen jeden deiner Schritte im Netz - auch ohne Login. Ein Adblocker ist kein Allheilmittel, aber immer noch besser als gar kein Schutz. Wer es noch gründlicher will, blockiert die DNS-Anfragen der Werbenetzwerke gleich auf Router-Ebene.

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