Die FIFA verteilt bei der WM in Nordamerika insgesamt 871 Millionen Dollar (748,3 Mio. Euro) an Preisgeldern – so viel wie noch nie. Der Haken: Auch das Teilnehmerfeld ist mit 48 Nationen größer als je zuvor. Für den ÖFB bleibt daher vorerst nur die garantierte Startprämie von 12,5 Millionen Dollar (10,74 Mio. Euro). Österreich muss mindestens bis ins Achtelfinale vorstoßen, damit sich das Turnier auch finanziell richtig lohnt.
Immerhin: Ein Verlustgeschäft wird die WM für Österreich nicht. "Wir werden auf jeden Fall mit einem Gewinn aussteigen", erklärt ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold gegenüber der APA.
Und: Noch vor wenigen Wochen war die finanzielle Lage deutlich unsicherer. Erst nach Protesten zahlreicher Verbände legte die FIFA nach und erhöhte die garantierte Teilnehmer-Prämie um zwei Millionen Dollar. "Diese zusätzliche Summe ist erfreulich und hilft uns, Lösungen zu finden, von der alle profitieren", sagt Neuhold.
Ein großer Teil der FIFA-Millionen wird allerdings rasch wieder ausgegeben. Reisekosten, Unterkünfte, Organisation und Spielerprämien verschlingen einen beträchtlichen Anteil. Was danach übrig bleibt, wird innerhalb des österreichischen Fußballs verteilt. Profitieren sollen unter anderem die Landesverbände sowie die Bundesliga. Der entsprechende Verteilungsschlüssel wurde bereits vom ÖFB-Aufsichtsrat abgesegnet.
Während die UEFA bei den Europameisterschaften kräftig zahlt, zeigt sich die FIFA deutlich knausriger. Für Siege in der Gruppenphase gibt es überhaupt keine Prämien. Selbst das Erreichen des Sechzehntelfinales bringt lediglich eine Million Dollar zusätzlich. Laut Neuhold würde davon aufgrund der längeren Aufenthaltsdauer in Nordamerika kaum etwas übrig bleiben.
"Um einen Mehrwert gegenüber der Gruppenphase zu haben, wird das Sechzehntelfinale nicht reichen, sondern wäre zumindest das Achtelfinale nötig." Erst dort winken vier Millionen Dollar Extra-Prämie. Weitere vier Millionen gäbe es für den Einzug ins Viertelfinale.