Fahrer packt aus

So viel verdient er wirklich – Essensbote rechnet ab

Pizza, Burger, Schnitzel. Tausendfach liefern täglich die meist männlichen Fahrer Essen an Hungrige. So viel bleibt ihnen nach einem Monat Arbeit.
Österreich Heute
02.09.2026, 07:15
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Sie flitzen durch die Gassen, rasen auf Radwegen. Essens-Lieferanten auf E-Rollern und -Bikes gehören fix zum Straßenbild.

Ein Wiener Fahrer gibt jetzt auf Reddit ungewöhnlich detaillierte Einblicke in das Geschäft. Er arbeitet nach eigenen Angaben seit dem vergangenen Jahr immer wieder als Essenszusteller und hat Erfahrungen mit mehreren großen Unternehmen gesammelt.

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Bis zu 6 Euro für eine Lieferung

Der Fahrer mit dem Pseudonym DependentSilver2087 nennt konkrete Zahlen. Eine sehr kurze Lieferung bringe ihm ungefähr vier Euro, eine etwas weitere rund fünf und eine lange etwa sechs Euro.

Schaffe er beispielsweise zwei durchschnittliche Lieferungen innerhalb einer Stunde, komme er damit auf ungefähr zehn Euro.

Trinkgeld kann deshalb einen deutlichen Unterschied machen. Geben beide Kunden jeweils zwei Euro, würden aus den zehn Euro bereits 14 Euro.

"Ehrlich, zwei Euro sind gut und drei Euro sind großartig", schreibt der Zusteller.  Verpflichtet sollten sich Kunden zum Trinkgeld seiner Meinung nach allerdings nicht fühlen – auch nicht bei schlechtem Wetter.

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250 Stunden im Monat!

Besonders auffällig ist allerdings, wie viel der Wiener für ein höheres Monatseinkommen arbeiten muss.

Der Fahrer berichtet von Gesprächen mit anderen Zustellern, die mit getunten E-Fahrzeugen unterwegs seien, also schneller, als er es jemals könnte. Einige hätten ihm ihre Einkünfte gezeigt. Dabei habe er Monatsverdienste von rund 3.000 bis 3.300 Euro gesehen.

Um selbst auf ein vergleichbares Bruttoeinkommen zu kommen, müsse er – so seine Kalkulation – rund 250 Stunden pro Monat unterwegs sein.

Das wären rechnerisch knapp 58 Stunden pro Woche, wenn man 250 Monatsstunden auf die durchschnittlich Wochen pro Monat verteilt.

So viel kostet das Fahrzeug

Dazu kommen Ausgaben für das Arbeitsgerät. Der Wiener mietet seine Fahrzeuge nach eigenen Angaben selbst. Für ein E-Bike bezahlt er rund 150 Euro im Monat, sein derzeitiges E-Moped kostet ihn rund 250 Euro.

Wie körperlich anstrengend die Arbeit sein kann, hat er ebenfalls erlebt. Im vergangenen Jahr fuhr er ausschließlich mit dem E-Bike. Dabei sei er teilweise mehr als 2.000 Kilometer innerhalb eines Monats durch Wien gefahren. Hinzu kommen die Wege zu den Wohnungen der Kunden – etliche Stockwerke hinauf, teilweise ohne Lift.

Ob er den Job noch lange machen wird, ist allerdings offen. Der Wiener überlegt bereits einen Wechsel.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.09.2026, 09:23, 02.09.2026, 07:15
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