Als Olympiasieger hat man finanziell ausgesorgt – ein Irrglaube! "Heute" weiß, wie "reich" die Goldmedaillen unsere Olympia-Helden wirklich machen.
Der Rodler David Gleirscher machte den Anfang. Ski-Superstar Marcel Hirscher schlug in der Kombination und dem Riesentorlauf gleich doppelt zu. Matthias Mayer krönte sich zum Olympia-Sieger im Super-G. Und Snowboard-Queen Anna Gasser machte mit ihrem Triumph im Big Air die Goldmedaillen-Sammlung der ÖSV-Athleten bei den Olympischen Spielen 2018 komplett.
Aber wie schlägt sich so eine Gold-Medaille eigentlich auf dem Bankkonto der Sportler nieder? "Heute" weiß, dass Platz eins bei Olympia vergleichsweise wenig einbringt.
Das Internationale Olympische Komitee vergibt gar keine Preisgelder und auch das Österreichische Olympische Komitee übt sich in Sachen Preisgeld in Bescheidenheit. Die Medaillen-Gewinner von Pyeongchang wurden lediglich mit Münzen-Sets belohnt. Für Goldmedaillen gab es eine Philharmoniker-Kollektion im Wert von 17.000 Euro, Silber war ein 13.000-Euro-Set wert und für Bronze wechselten Münzen im Wert von 11.000 Euro den Besitzer.
Gleirscher ein "armer Schlucker" im Vergleich zu Hirscher
Ein vergleichsweise geringes Preisgeld – vor allem für Rodel-Held Gleirscher, der im Gegensatz zu Hirscher, Mayer und Gasser auf keine allzu üppigen Sponsorenverträge zurückgreifen kann. Als Olympiasieger hat sich jetzt zumindest seine Verhandlungsposition aber dramatisch verbessert, was künftige Gespräche mit interessierten Sponsoren für ihn wesentlich einfacher macht. An den Werbewert eines Marcel Hirscher, der auf sieben Millionen Euro geschätzt wird, wird Gleirscher aber niemals heran kommen. Auch Mayer, der jetzt bereits bei zwei Spielen Gold erobert hat und Gasser, die auch auf dem amerikanischen Markt ein Star ist, schweben finanziell in anderen Sphären.
Bitter: Wer keine Medaille machte, schaute bei den Olympischen Spielen 2018 komplett durch die Finger. (red.)