Aminosäuren gelten als Bausteine des Lebens. Doch sie sind noch kein Beweis für Leben selbst - denn sie werden auch auf Asteroiden gefunden. Fettsäuren können ebenfalls durch nicht biologische Prozesse entstehen. Eine eindeutige Antwort war bisher schwierig.
Ein Forscherteam aus Israel und den USA glaubt nun, eine Lösung gefunden zu haben: Es kommt auf die Ordnung der Moleküle an. Aminosäuren in lebenden Proben seien vielfältiger und gleichmäßiger verteilt als in nicht lebenden Materialien. Bei Fettsäuren sei es genau umgekehrt.
Wie heise.de berichtet, erwies sich diese Methode als sehr zuverlässig. Sogar in stark zersetzten Proben war das Prinzip noch erkennbar: Versteinerte Schalen von Dinosauriereiern trugen noch die statistischen Signaturen des urzeitlichen Lebens in sich.
Der große Vorteil: Diese statistische Methode ist nicht auf ein bestimmtes Instrument angewiesen. Das bedeutet, sie lässt sich auch auf Daten anwenden, die bei Raumfahrtmissionen gesammelt werden - etwa zum Mars, zum Jupitermond Europa oder zum Saturnmond Enceladus.
Eine einzige Methode wird allerdings nicht ausreichen, um außerirdisches Leben zweifelsfrei zu beweisen. "Jede künftige Behauptung, Leben gefunden zu haben, wird mehrere unabhängige Beweislinien erfordern", sagte einer der Forscher. Erst wenn alle Methoden in dieselbe Richtung zeigen, sei das wirklich überzeugend.