Am 2. August entlief die kleine Hündin bei einer Schottergrube in Weißkirchen bei Marchtrenk (Bez. Wels-Land). Für ihre verzweifelte Besitzerin begann eine nervenaufreibende Odyssee. 16 Tage wurde gesucht, gehofft und gezittert.
Die Tierengel Tierrettung Austria zog bei der Suche alle Register: Drohnen kreisten über Baggerseen, Futterstellen wurden mit Kameras überwacht, Lebendfallen aufgestellt und Wärmebildkameras in Stellung gebracht. Das riesige Suchgebiet reichte von Marchtrenk bis Hörsching (Bez. Linz-Land) – doch von dem Vierbeiner fehlte zunächst jede Spur.
Erst am 14. August dann der erste Hoffnungsschimmer: Die Vermisste tappte vor eine Wärmebildkamera: "Paula lebte und bewegte sich tatsächlich im Suchgebiet", berichtet der Verein erleichtert.
Wenige Tage später wurde sie bei Marchtrenk gesichtet, durch private Fangversuche aber wieder aufgescheucht. Kurz darauf kam der völlig überraschende Anruf: Paula war auf dem Gelände der Bundesheer-Kaserne Hörsching aufgetaucht.
Die Soldaten öffneten den Tierrettern sofort die Tore und halfen bei der Suche. Doch die flinke Ausreißerin war schon wieder verschwunden. Am 18. August folgte schließlich der nächste Alarm aus der Kaserne: Paula war zurück.
Besitzerin und Hundeführer rasten sofort los. Gegen 19 Uhr dann endlich die Jubel-Nachricht: "Paula ist gesichert!" Stark abgemagert, aber endlich wieder sicher, konnte sie von ihrem Frauchen in die Arme geschlossen werden. "Ein riesengroßes DANKE an die beteiligte Mannschaft der Bundesheer-Kaserne Hörsching", schreiben die Tierretter.
Die Soldaten, so die Organisation hätten "uns die Türen geöffnet, uns unterstützt und gemeinsam mit uns nach Paula gesucht". Ohne die "unkomplizierte und hervorragende Zusammenarbeit wäre vieles nicht möglich gewesen".