Der frühere Arsenal-Erfolgstrainer Arsene Wenger, der seit 2019 als Direktor für globale Fußballentwicklung bei der FIFA tätig ist, betonte in einem Statement, mit dem gescheiterten Investorendeal nichts zu tun gehabt zu haben.
"Ich war an diesem Plan nicht beteiligt und habe erst aus der Presse von diesem Vorhaben erfahren", erklärte der 76-Jährige.
Wenger sah sich deshalb zu einer "Klarstellung" veranlasst. Gleichzeitig stellte er klar, dass der Rückzug des umstrittenen Projekts alternativlos gewesen sei. "Die Entscheidung, das Projekt zurückzuziehen, war absolut notwendig und unumstritten."
Damit wächst der Gegenwind für Infantino auch innerhalb der FIFA weiter. Erst zuletzt hatte dessen langjähriger Berater Carlos Cordeiro seinen Rücktritt erklärt. Zudem soll FIFA-Generaldirektor Kevin Lamour den Präsidenten scharf kritisiert und den Mitarbeitern mitgeteilt haben, sie seien von Infantino "getäuscht" worden.
Der Schweizer hatte versucht, Anteile an der Fußball-WM und weiteren FIFA-Wettbewerben an private Investoren zu verkaufen. Nach massivem Widerstand von Verbänden, allen voran der UEFA, musste Infantino den Plan wieder begraben.
Zahlreiche europäische Verbände entzogen ihm daraufhin ihre Unterstützung für eine Wiederwahl im März 2027. Hinter den Kulissen wird inzwischen sogar über einen vorzeitigen Abgang des 56-Jährigen spekuliert.