Amanda ist mit ihrem Latein am Ende. Sie hat keine Lust mehr auf Diskussionen. Also greift sie zum letzten Mittel und holt die Polizei zur Hilfe. Der Grund: Ihr Sohn Colton hat keine Lust auf sein Schulfoto, was am ersten Tag nach den Sommerferien gemacht werden muss.
Auf dem Weg zur Schule übergibt die Mutter aus der Kleinstadt Keenesburg im US-Bundesstaat Colorado den Fünftklässler kurzerhand einem Polizisten. Der legt dem Buben Handschellen an, führt ihn ab und setzt ihn auf die Rückbank vom Polizeiauto.
Das alles hält Amanda in einem Facebook-Post fest. Die Bilder zeigen die "Verhaftung" von Colton. "Colton wollte heute Morgen nicht bei den Fotos zum Schulanfang mitmachen. Also musste Officer Jack eingreifen und ihm erklären, dass es gegen das Gesetz verstößt, seiner Mama ein Foto am ersten Schultag zu verweigern", schreibt sie dazu.
Wie NTV berichtet, wollte Amanda ihrem Sohn damit eigentlich nur einen kleinen Denkzettel verpassen und keine echte Festnahme inszenieren. Im Gespräch mit dem US-Sender "CBS" erzählt Amanda: "Es ist großartig, dass Officer Jack das Ganze so ernst genommen hat." Sie bedankt sich auch auf Facebook beim Polizisten: "Ich finde es toll, zu sehen, wie sich unsere Beamten die Zeit nehmen, mit unseren Kindern zu scherzen, Kontakt zu ihnen aufzubauen und ihren Morgen ein bisschen unterhaltsamer zu gestalten."
Die Fotos zeigen: Colton hat die "Verhaftung" mit Humor genommen. Sein breites Grinsen bei der Aktion spricht Bände. Ob diese ungewöhnliche Erziehungsmethode langfristig etwas bringt, bleibt fraglich. Aber einen Erfolg kann Amanda laut eigener Aussage verbuchen: "Da haben wir das neue Schulfoto!"